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Prof. Dr.

Jürgen Kocka

Year of election: 2003
Section: Kulturwissenschaften
City: Berlin
Country: Deutschland
CV Jürgen Kocka - deutsch (pdf)

Research

Forschungsschwerpunkte: Deutsche und europäische Geschichte der Moderne; Geschichte der Arbeiter und der Arbeit; Geschichte des europäischen Bürgertums; Sozialgeschichte der DDR; Historische Komparatistik

Jürgen Kocka ist ein deutscher Sozialhistoriker. Als einer der einflussreichsten Historiker der Gegenwart beschäftigte er sich mit der Geschichte des Kapitalismus, wobei er nicht nur die Prozesse von Handel und Industrialisierung, sondern auch die Veränderungen der Arbeits- und Lebenswelten betrachtete. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Arbeiter und der Arbeit.

Jürgen Kocka wirkte an der Veränderung der Geschichtswissenschaft der letzten Jahrzehnte grundlegend mit. Er verhalf einer neuen Form der gesellschaftsbezogenen Geschichtsbetrachtung zum Durchbruch. Indem er bei der Begründung der sogenannten Bielefelder Schule mitwirkte, setzte er der traditionellen Geschichtswissenschaft eine historische Sozialwissenschaft gegenüber. Sein globaler Forschungsansatz sorgte für neue Impulse in der historischen Komparatistik. Für seine Forschung wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet.

In der Erforschung der Geschichte des Kapitalismus untersuchte Kocka die sozialen Errungenschaften des Kapitalismus genauso wie seine Krisen und Grenzen. Kocka widmete sich der Betrachtung der Arbeiterfrage im Europa des 19. Jahrhunderts und bezog die Lage der heutigen Arbeiter in Schwellen- und Entwicklungsländern mit ein.

Mit seinen Studien zur Geschichte des europäischen Bürgertums eroberte er bereits in seiner Dissertation Neuland: Am Beispiel von Siemens behandelt er die Entstehung einer sozialen Schicht, der Angestellten.

Werdegang

  • seit 2009 Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • 2007 - 2009 Forschungsprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • 1988 - 2009 Professor für die Geschichte der industriellen Welt an der Freien Universität (FU) Berlin
  • 1973 - 1988 Professor für allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Sozialgeschichte, Universität Bielefeld
  • 1973 Habilitation an der Universität Münster
  • 1968 Promotion an der FU Berlin
  • 1960 - 1967 Studium der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Germanistik, Soziologie, Philosophie in Marburg/Lahn (1960/61), in Wien (1961), an der FU Berlin (1961-64), an der University of North Carolina in Chapel Hill, N.Y. (USA) (1964/65, M.A. in Political Science), an der FU Berlin (1965-67)

Funktionen

  • seit 2009 Mitglied im Forschungskuratorium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • seit 2009 Senior Advisor, Internationales Geisteswissenschaftliches Kolleg „Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive“ an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • seit 2008 Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • 2001 - 2007 Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • 2000 - 2005 Präsident der Internationalen Historikerorganisation Comité International des Sciences Historiques (CISH)
  • 1998 - 2009 Direktor am Zentrum für Vergleichende Geschichte Europas (ab 2004 Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas)
  • 1993 - 1997 Leitung der Arbeitsstelle für Vergleichende Gesellschaftsgeschichte an der Freien Universität Berlin
  • 1992 - 1996 Aufbau und Leitung des Forschungsschwerpunkts Zeithistorische Studien, Berlin/Potsdam (MPG) (heute: Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
  • 1990 - 1992 Mitglied des Wissenschaftsrats
  • 1983 - 1988 Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2011 Internationaler Holberg Gedächtnispreis
  • 2010 Ehrendoktor der Europäischen Universität Florenz (EUI)
  • 2009 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 2005 Bochumer Historikerpreis
  • 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2000 Ehrendoktor der Universität Uppsala
  • 1992 Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1991 - 2000 Ständiges Wissenschaftliches Mitglied (Permanent Fellow) am Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • 1988 Ehrendoktor der Erasmus Universität Rotterdam

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