Wissenschaftler verweigern den Krieg: Anmerkungen zu Georg Friedrich Nicolai, Bertrand Russell und Lewis Fry Richardson
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- Ort Lesesaal der Leopoldina Emil-Abderhalden-Str. 36 06108 Halle (Saale)
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Nur wenige europäische Wissenschaftler weigerten sich, im Ersten Weltkrieg für ihren Staat Kriegsdienst zu leisten. Freilich gab es auch einige prominente Kriegsgegner unter ihnen – das bekannteste Beispiel ist sicherlich Albert Einstein. Moritz Epple wird in diesem Vortrag Licht auf einige weitere Wissenschaftler werfen, die nicht nur den von ihnen geforderten Kriegsdienst verweigerten, sondern die versuchten, mit ihrer wissenschaftlichen Expertise auch Wissen beizusteuern, welches zur Aufklärung gegen Kriegspropaganda und zur Verhinderung von Kriegen nützlich war. Der Vortrag konzentriert sich dabei auf den Mediziner Georg Friedrich Nicolai, den Philosophen Bertrand Russell und den angewandten Mathematiker Lewis Fry Richardson. Neben kurzen Skizzen ihrer Tätigkeit während den Kriegen wird es vor allem um die zentralen Argumente und organisatorischen Initiativen gehen, mit denen Nicolai, Russell und Richardson hofften, den Kriegen des 20. Jahrhunderts (vom Ersten Weltkrieg bis zum Kalten Krieg) etwas entgegenzusetzen.
Moritz Epple ist Mitglied der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte der Moderne am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Mathemathikwissenschaften vom 18. bis 20. Jahrhundert im wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Zusammenhang, Geschichte der Beziehungen zwischen Mathematik und Physik, Mathematik und Philosophie sowie die Beziehungen zwischen Naturwissenschaft und Krieg in modernen Gesellschaften. Im Jahr 2016 ist er zum Mitglied der Leopoldina gewählt worden.
Es laden Sie herzlich ein:
Christina Brandt ML, Bettina Hitzer und Friedrich Steinle ML
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