Mitglied im Fokus Ulman Lindenberger ist Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft

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Ulman Lindenberger ist seit Anfang Juli neuer Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Als Mitglied des Verwaltungsrats der MPG berät er nun den Präsidenten Martin Stratmann und bereitet zudem wichtige Entscheidungen der Gesellschaft vor. Lindenberger ist Psychologe und gehört seit 2006 der Sektion Psychologie und Kognitionswissenschaften der Leopoldina an.

Lindenberger ist einer von drei neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, die der Senat der Max-Planck-Gesellschaft gewählt hat. Neben ihm bekleiden seit 1. Juli auch die Biologin Asifa Akhtar und der Physiker Klaus Blaum ein solches Amt. Alle sind für sechs Jahre gewählt. Die drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind die Nachfolger der satzungsgemäß aus dem Amt geschiedenen Bill S. Hansson, Angela D. Friederici und Ferdi Schüth.

Als neuer Vizepräsident für die Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaftliche Sektion der MPG folgt Ulman Lindenberger konkret auf Angela D. Friederici. Seit 2003 ist Lindenberger Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er wird von seiner Vorgängerin die wissenschaftliche Geschäftsführung der Minerva Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel übernehmen. Die Stiftung biete viele Möglichkeiten, Wissenschaftskooperationen zwischen Deutschland und Israel voranzubringen, so Lindenberger. Außerdem hält der Wissenschaftler es für wichtig, Max-Planck als Dachmarke zu stärken und dem Berufungsprozess in der Max-Planck-Gesellschaft neue Impulse zu geben.

Als kognitiver Neurowissenschaftler erforscht Lindenberger das Zusammenspiel von Reifungs-, Lern- und Alterungsprozessen über die Lebensspanne. Ebenso interessieren ihn die Mechanismen, die individuellen Unterschieden in den Grenzen und Potentialen der kognitiven Entwicklung zugrunde liegen.

Lindenberger hat in Berlin Psychologie und Biologie studiert. Die Promotion in Psychologie erfolgt 1990. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ist er zunächst am Max‐Planck‐Institut für Bildungsforschung in Berlin tätig. 1999 wird er Professor für Psychologie an der Universität des Saarlandes. Vier Jahre später wechselt er zurück an das Max‐Planck‐Institut für Bildungsforschung, wo Lindenberger Direktor des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie wird. Seit 2014 ist der Wissenschaftler zudem einer der beiden Direktoren des Max Planck UCL Centre for Computational Psychiatry and Ageing Research in Berlin.

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