Folgen der Raumfahrt für die Atmosphäre
Der Weltraum wird zum Wirtschaftsraum. Studien prognostizieren, dass im nächsten Jahrzehnt mehrere Hunderttausend Klein-Satelliten ins All befördert werden. Dies führt nicht nur zum Problem des Weltraumschrotts im erdnahen Orbit, sondern auch zur Verschmutzung der oberen Atmosphäre durch das Verglühen von Raumfahrtobjekten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre.
Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2026
Aktivitäten der Arbeitsgruppe
- Leopoldina-Vorlesung von Prof. Dr. Karl-Heinz Glaßmeier „Zwischen Himmel und Erde: Raumfahrt, Atmosphäre und Nachhaltigkeit“, 18. Februar 2026
- Symposium für Politik, Wissenschaft und Verbände „Verglühende Satelliten: Ein Risiko für die Atmosphäre und uns?“, 19. Februar 2026
- Leopoldina Statement for the Public Consultation on the EU Space Act, 4. November 2025
Welche Folgen sich daraus zum Beispiel für die Ozonschicht und das Klima ergeben, ist weitgehend unbekannt. Hier besteht erheblicher Forschungsbedarf. Gleichzeitig ist es notwendig, politische Entscheidungsträger schon jetzt auf die Notwendigkeit der nachhaltigen Nutzung der Atmosphäre hinzuweisen und zeitnah einen fachlichen Input zur Ausgestaltung des deutschen Weltraumgesetzes und des EU Space Act zu geben.
Die Arbeitsgruppe analysiert die wissenschaftlichen Grundlagen und die Potenziale, um im nächsten Schritt Gestaltungsoptionen zu formulieren, vor allem im Sinne einer nachhaltigen Raumfahrt und hinsichtlich der Forschungsbedarfe zum besseren Verständnis der Folgen des Weltraummülls.
Sprecherin und Sprecher der Arbeitsgruppe
Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe
- Prof. Dr. Gerd Baumgarten, Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn, Abteilung Optische Sondierung und Höhenforschungsraketen
- Prof. Dr. John Burrows ML, Universität Bremen, Institut für Umweltphysik
- Prof. Dr. Susanne Crewell ML, Universität Köln, Institut für Geophysik und Meteorologie
- Prof. Dr. Gerhard Fettweis ML, TU Dresden, Barkhausen Institut
- Dr. Janine Fohlmeister, Astronomische Gesellschaft & Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)
- Prof. Dr. Carolin Früh, Purdue University West Lafayette, USA, School of Aeronautics and Astronautrics
- Prof. Dr. Michaela Hegglin, Forschungszentrum Jülich, Institut für Klima und Energiesysteme
- PD Dr. Antje Nötzold, Universität der Bundeswehr München & TU Chemnitz, Institut für Politikwissenschaften
- Prof. Dr. Ulrich Platt ML, Universität Heidelberg, Institut für Umweltphysik
- Prof. Dr. Markus Rapp, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Physik der Atmosphäre
- Dr. Miriam Sinnhuber, Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Meteorologie und Klimaforschung, atmosphärische Spurengase und Fernerkundung
- Prof. Dr. Lesley Jane Smith, Universität Lüneburg, Rechtswissenschaften
- Prof. Dr. Enrico Stoll, TU Berlin, Institut für Luft- und Raumfahrt
- Prof. Dr. Christian von Savigny, Universität Greifswald, Institut für Physik
ML = Mitglied der Leopoldina
Kontakt Dr. Christian Anton