Die Leopoldina in der DDR: Zeitzeugeninterviews

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Das Projekt „Zeitzeugen-Interviews zur Thematik von Wissenschaftsdiplomatie und Wissenschaftskooperation der Leopoldina während der Zeit der DDR“ wird von der Akademie zur Dokumentation und Erforschung ihrer eigenen Geschichte durchgeführt und wurde durch die Unterstützung des Leopoldina Akademien Freundeskreis e.V. ermöglicht.

Zuletzt bearbeitet: 18. März 2026

Im Rahmen des Projekts werden Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an die Akademie in der DDR festgehalten, wobei die Möglichkeiten zum Knüpfen innerdeutscher und internationaler wissenschaftlicher Kontakte, die die Leopoldina ihren Mitgliedern eröffnete, im Zentrum der Betrachtung stehen. Darüber hinaus werden aber auch weitere Aspekte des Lebens und Agierens der Akademie betrachtet. 

Durch die Reflexion von ehemaligen Mitgliedern sowie eng assoziierten Wissenschaftlern und Mitarbeitenden, die in die Aktivitäten der Leopoldina während der DDR involviert waren, entsteht ein qualitatives Bild der Akademie in dieser Zeit. Ziel ist es, nicht nur individuelle Erinnerungen zu dokumentieren, sondern auch institutionelle Funktionsweisen, Netzwerke und Handlungsräume der Leopoldina und ihrer Mitglieder in einem politisch-wissenschaftlich restriktiven Kontext zu rekonstruieren.

Das Kernstück des Projekts sind halbstrukturierte, leitfadengestützte Zeitzeugeninterviews. Die Methode erlaubt es, gezielt thematische Schwerpunkte zu setzen und lässt zugleich genügend Raum für individuelles Erzählen und das Einbringen eigener Perspektiven durch die Interviewten. Die Gespräche werden aufgezeichnet, transkribiert, archiviert und für eine spätere vertiefte Auswertung zugänglich gemacht.

Das Projekt erschließt eine wichtige Quelle für die weitere Erforschung der institutionellen Geschichte der Leopoldina in der DDR. Es liefert ein kompaktes Bild von Funktion und Bedeutung der Akademie in dieser Zeit – aus Sicht der Mitglieder und Mitarbeitenden. Zugleich leistet das Projekt einen Beitrag zur jüngeren Wissenschaftsgeschichte Ostdeutschlands, insbesondere zur Frage, wie innerdeutsche und internationale wissenschaftliche Vernetzung und Kommunikation unter den Bedingungen eines autoritären Systems organisiert und gelebt werden konnten. Die Interviews fließen in das Archiv der Leopoldina ein und bilden einen Ausgangspunkt für weitere Arbeiten zu Wissenschaft und Politik in der DDR.

Förderinstitution

Leopoldina Akademie Freundeskreis e.V.

Förderzeitraum

Oktober 2025 bis September 2026

Projektteam

Projektbearbeitung

  • Dr. Axel Dossmann

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