Text+: Sprach- und Textbasierte Forschungsdateninfrastruktur
Die Leopoldina ist seit dem 1. Oktober 2021 gefördertes Mitglied im NFDI-Konsortium Text+. Ziel des Konsortiums ist der Aufbau einer bedarfsorientierten Infrastruktur für Forschungsdaten aus den sprach- und textbasierten Wissenschaften sowie die Weiterentwicklung von Standards und Best-Practices. In Text+ sind mehr als 30 Institutionen beteiligt, darunter neben der Leopoldina acht weitere Wissenschaftsakademien.
Zuletzt bearbeitet: 18. März 2026
Weitere Informationen
Für klassische und moderne Philologien, außereuropäische Kultur- und Sprachwissenschaften, aber auch für Philosophie, Anthropologie sowie sprach- und textbasierte Forschung der Sozial-, Wirtschafts-, Politik- und Geschichtswissenschaften spielen Sprach- und Textdaten eine zentrale Rolle. Solche Daten in digitaler Form sind Gegenstand des Infrastrukturprojektes Text+. Die Arbeit konzentriert sich dabei zunächst auf die Datendomänen Sammlungen, Lexikalische Ressourcen und Editionen.
Leopoldina und Text+
Bereits die mehrjährige Vorarbeit zu Text+ wurde aktiv durch die Leopoldina unterstützt. Innerhalb von Text+ ist die Leopoldina als Kompetenzzentrum in der Datendomäne Editionen tätig. Hier ist Sandra König als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Wissenschaftsforschung beschäftigt. Zu ihren Aufgabenbereichen gehört das Communitybuilding (Workshops, Schulungen, Beratung, Vermittlungs-/Diskussionsformate), auch ist sie am Aufbau eines kuratierten Verzeichnisses von Editionen, der so genannten Registry, beteiligt. Diese Registry wird einen strukturierten Zugang zu einer großen Anzahl an vorhandenen Ressourcen – nicht nur digitale, sondern auch gedruckte Editionen – bieten.
Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)
Der Grundstein für den Aufbau und die Förderung einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur wurde mit der Bund-Länder-Vereinbarung vom 26. November 2018 gelegt, im Oktober 2020 wurde die Arbeit im Verein Nationale Forschungsdateninfrastrukturen e. V. aufgenommen. Die Leopoldina ist seit September 2021 selbst auch Mitglied des Vereins.
Ziel der NFDI ist die systematische Erschließung, Vernetzung, Verfügbarmachung und langfristige Sicherung von Datenbeständen entlang der sog. FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable und Reusable). Die NFDI setzt sich aus eigenständig agierenden Konsortien zusammen, die fachspezifische Lösungen und Infrastrukturen für das Forschungsdatenmanagement ihrer Communities erarbeiten. Innerhalb der NFDI verbindet sich Text+ mit NFDI4Culture, NFDI4Memory und NFDI4Objects zu „Humanities@NFDI“. In einem ‚Memorandum of Understanding‘ haben sich diese Konsortien verpflichtet, in enger Zusammenarbeit die nachhaltige Sicherung und Bereitstellung von Forschungsdaten des kulturellen Erbes zu fördern.
Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Förderzeitraum
2021 - 2026
Gesamtkoordination
Antragstellende Institutionen:
- Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim
- Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
- Deutsche Nationalbibliothek
- Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
- Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Koordination Task Area Editions:
- Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste