Die globale Arktis: Beispiellose Veränderungen, globale Herausforderungen (2026)
Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter der Leitung der Académie des sciences verfasst, um dem G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs 2026 in Frankreich wissenschaftliche Empfehlungen zu unterbreiten.
- Klimawandel
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Die Arktis durchläuft derzeit einige der schnellsten und weitreichendsten Umweltveränderungen auf unserem Planeten. In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Region zu einem Brennpunkt des globalen Wandels entwickelt. Hier hat sich die Erwärmung in den letzten 40 Jahren fast viermal schneller vollzogen als im globalen Durchschnitt. Diese rasanten Veränderungen prägen Landschaften, Ökosysteme, Klimakreisläufe und die Lebensweise der arktischen Gesellschaften – insbesondere der indigenen Gemeinschaften –, die diese Gebiete seit Jahrtausenden bewirtschaften, neu. Die Folgen des Wandels in der Arktis sind vor Ort am stärksten zu spüren, doch mittlerweile ist klar, dass sie weit darüber hinausreichen: Sie beeinflussen die Klimastabilität, den Anstieg des Meeresspiegels, die Artenvielfalt und die Wetterverhältnisse weltweit. In diesem Zusammenhang muss die Arktis als eine Region betrachtet werden, die als Indikator für die Stabilität der Erde dient. In ihr ist das Vorhersehen, Verstehen und Reagieren auf abrupte und potenziell irreversible Veränderungen von entscheidender Bedeutung.