Prof. Dr. Anke Hoeffler
- Fachbereich Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften
- Ort Konstanz, Deutschland
- Wahljahr 2024
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Bürgerkrieg, zwischenmenschliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder, Wohlergehen von Flüchtlingen
Anke Hoeffler ist eine deutsch-britische Gesellschaftswissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gewalt, Konflikte, Bürgerkriege und gesellschaftliche Entwicklung. Sie untersucht die sozialen Ursachen und Folgen zwischenmenschlicher Gewalt und fragt, welche Umstände Gewalt begünstigen, warum manche Gesellschaften und Personen weniger gewalttätig sind als andere und wie Gewalt reduziert, verhindert und behandelt werden kann.
In aktuellen Forschungsprojekten beschäftigt sich Anke Hoeffler mit Gewalt gegen Kinder. In einer Reihe von randomisierten, kontrollierten Experimenten überprüft sie die Auswirkungen von Eltern- und Lehrerschulungen, die dazu beitragen können, körperliche Züchtigung zu Hause und in der Schule erheblich zu reduzieren. Ebenso untersucht sie die Kosten von Gewalt, insbesondere die wirtschaftlichen Folgen von Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen. Demnach ist häusliche Gewalt für Gesellschaften die teuerste Gewaltform, sie verursacht weltweit die höchsten Kosten – und erhält bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.
Desweiteren befasst sie sich mit dem Wohlbefinden von Flüchtlingen. Aufgrund ihrer Gewalterfahrungen leiden Flüchtlinge unter einer höheren psychischen Belastung. Um die psychischen Belastungen von Geflüchteten frühzeitig zu erkennen und Betroffenen passende Beratung und Betreuung anzubieten, wird der Refugee Health Screener eingesetzt. Dieses Instrument zum Erkennen seelischer Belastungen und psychischer Erkrankungen bei Flüchtlingen wurde durch partizipative Forschung entwickelt und in Studien evaluiert.
Die Forschung von Anke Hoeffler ist an der Schnittstelle mehrerer Bereiche wie Psychologie, Öffentliche Gesundheit, Sozialarbeit, Migration, Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaft verortet. In ihren Arbeiten integriert sie verschiedene Wissenschaftsdisziplinen und führt sie im neuen Gebiet der Konflikt- und Gewaltforschung zusammen. Dies zielt darauf, Ursachen und Folgen von Gewalt umfassend aufzuklären sowie Strategien gegen Gewalt und Lösungskonzepte für Konflikte zu entwickeln.
Anke Hoeffler ist eine deutsch-britische Gesellschaftswissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gewalt, Konflikte, Bürgerkriege und gesellschaftliche Entwicklung. Sie untersucht die sozialen Ursachen und Folgen zwischenmenschlicher Gewalt und fragt, welche Umstände Gewalt begünstigen, warum manche Gesellschaften und Personen weniger gewalttätig sind als andere und wie Gewalt reduziert, verhindert und behandelt werden kann.
In aktuellen Forschungsprojekten beschäftigt sich Anke Hoeffler mit Gewalt gegen Kinder. In einer Reihe von randomisierten, kontrollierten Experimenten überprüft sie die Auswirkungen von Eltern- und Lehrerschulungen, die dazu beitragen können, körperliche Züchtigung zu Hause und in der Schule erheblich zu reduzieren. Ebenso untersucht sie die Kosten von Gewalt, insbesondere die wirtschaftlichen Folgen von Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen. Demnach ist häusliche Gewalt für Gesellschaften die teuerste Gewaltform, sie verursacht weltweit die höchsten Kosten – und erhält bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.
Desweiteren befasst sie sich mit dem Wohlbefinden von Flüchtlingen. Aufgrund ihrer Gewalterfahrungen leiden Flüchtlinge unter einer höheren psychischen Belastung. Um die psychischen Belastungen von Geflüchteten frühzeitig zu erkennen und Betroffenen passende Beratung und Betreuung anzubieten, wird der Refugee Health Screener eingesetzt. Dieses Instrument zum Erkennen seelischer Belastungen und psychischer Erkrankungen bei Flüchtlingen wurde durch partizipative Forschung entwickelt und in Studien evaluiert.
Die Forschung von Anke Hoeffler ist an der Schnittstelle mehrerer Bereiche wie Psychologie, Öffentliche Gesundheit, Sozialarbeit, Migration, Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaft verortet. In ihren Arbeiten integriert sie verschiedene Wissenschaftsdisziplinen und führt sie im neuen Gebiet der Konflikt- und Gewaltforschung zusammen. Dies zielt darauf, Ursachen und Folgen von Gewalt umfassend aufzuklären sowie Strategien gegen Gewalt und Lösungskonzepte für Konflikte zu entwickeln.
Werdegang
- seit 2019 Professorin für Politikwissenschaft, Universität Konstanz
- 1999-2018 Research Officer, Centre for the Study of African Economies (CSAE), University of Oxford, Oxford, UK
- 1998 Promotion zum Dr. phil., Balliol College, University of Oxford, Oxford, UK
- 1994-1998 Doktorandin in Wirtschaftswissenschaften, Balliol College, University of Oxford, Oxford, UK
- 1992-1993 Master in Wirtschaftswissenschaften, Birkbeck, University of London, London, UK
- 1987-1991 Diplom in Volkswirtschaftslehre, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Funktionen
- seit 2023 Sprecherin, Fachbereich „Politik und Verwaltungswissenschaften“, Universität Konstanz
- seit 2022 Ko-Vorsitzende, Wissenschaftlicher Beirat, German Institute of Development and Sustainability (IDOS), Bonn
- seit 2003 Mitglied, Programme Committee, African Economic Research Consortium (AERC)
Projekte
- 2023-2025 Gesamtleitung, Projekt „BW-Schützt! – Entwicklung und Evaluation eines Programms zur Identifizierung psychischer Belastung und präventiv-protektiven Beratung bei Geflüchteten in Baden-Württemberg“, Universität Konstanz, vivo international, Konstanz, sowie Freundeskreis Asyl Karlsruhe (fka)
- seit 2022 Projekt „CANVAS – Children, Attitudes, Norms, Violence & Society“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
- seit 2020 Beteiligte Wissenschaftlerin, Projekt „Life with corona“, International Security and Development Center (ISDC), Berlin
- 2012-2017 Grant „NOPOOR Enhancing Knowledge for Renewed Policies against Poverty“, 7. Forschungsrahmenprogramm, Europäische Kommission (EC)
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina
- 2019-2024 Alexander von Humboldt-Professur, Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn
- seit 2014 Gewähltes Mitglied, Ausschuss Entwicklungsökonomik, Verein für Socialpolitik (VfS), Berlin