Prof. Dr. Clare Bambra
- Fachbereich Global Health
- Ort Newcastle, Vereinigtes Königreich
- Wahljahr 2024
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Public Health, Sozialepidemiologie, gesundheitliche Ungleichheit, evidenzbasierte Gesundheitspolitik
Clare Bambra ist eine britische Sozialwissenschaftlerin. Als Expertin für Public Health beschäftigt sie sich mit den sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen von gesundheitlichen Ungleichheiten. Die Coronavirus-Pandemie rückte ihre Forschung ins öffentliche Interesse; sie zeigte auf, wie vergleichsweise stark marginalisierte Bevölkerungsgruppen, besonders in strukturschwachen Regionen sowie in Nordengland, von der Pandemie betroffen waren. Ihre Forschungsprojekte zielen darauf ab, wirksame Strategien zur Verbesserung der Gesundheit und zur Verringerung von Ungleichheiten zu entwickeln. Zudem engagiert sie sich für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und in die Politik.
Die Lebenserwartung variiert beträchtlich nach sozialen und geografischen Merkmalen: Amerikaner leben im Durchschnitt drei Jahre kürzer als Schweden, und Nordengländer sterben rund zwei Jahre früher als Bewohner Südenglands. Besonders drastisch zeigt sich dies in Stockton-on-Tees, einer Stadt in Nordengland, wo Männer im Stadtzentrum im Schnitt 15 Jahre früher sterben als in den Vororten. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie stark Gesundheit mit den Lebensbedingungen verknüpft ist.
So verdeutlichen ihre wegweisenden COVID-19-Studien, dass soziale Benachteiligung und gesundheitliche Risiken eng zusammenhängen. In ärmeren Regionen sind Menschen häufiger chronisch krank und sterben deutlich früher. Clare Bambra plädiert für eine evidenzbasierte Politik und betont die Notwendigkeit lokal angepasster Lösungen, um gesundheitliche Ungleichheit zu bekämpfen.
In neueren Studien untersucht sie, wie sich gesundheitliche Unterschiede im 20. und 21. Jahrhundert entwickelt haben. Aus Studien in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Schweden und Westeuropa hat die Public-Health-Forscherin eine U-förmige Kurve bei der gesundheitlichen Ungleichheit abgeleitet. Diese Entwicklung als U-förmige Kurve entspricht weitgehend der, die Wirtschaftswissenschaften für die Einkommens- und Vermögensungleichheiten im 20. und 21. Jahrhundert festgestellt haben. Ebenso hat sie umfängliche vergleichende Studien zur gesundheitlichen Ungleichheit in Europa sowie zwischen Ost- und Westdeutschland geleitet. Diese Langzeitstudien unterstreichen die Bedeutung von politischem Handeln für künftige gesundheitliche Verbesserungen.
Mit ihrer Forschung zu Gesundheitspolitik, Gesundheitsgeografie und Sozialepidemiologie leistet Clare Bambra einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit. Sie arbeitet interdisziplinär und bezieht neben dem politischen Fokus auch sozialmedizinische und wirtschaftswissenschaftliche Studien sowie geografische Aspekte ein.
Clare Bambra hat mehrere Bücher und zahlreiche, häufig zitierte Fachartikel veröffentlicht, die oft als Grundlage für umsetzbare gesundheitspolitische Strategien dienen. In Kooperation mit Organisationen wie dem National Institute of Health and Care Research (UK), dem Office for Health Improvement and Disparities sowie dem WHO-Regionalbüro Europa setzt sie sich dafür ein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Public-Health-Maßnahmen umgesetzt werden.
Clare Bambra ist eine britische Sozialwissenschaftlerin. Als Expertin für Public Health beschäftigt sie sich mit den sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen von gesundheitlichen Ungleichheiten. Die Coronavirus-Pandemie rückte ihre Forschung ins öffentliche Interesse; sie zeigte auf, wie vergleichsweise stark marginalisierte Bevölkerungsgruppen, besonders in strukturschwachen Regionen sowie in Nordengland, von der Pandemie betroffen waren. Ihre Forschungsprojekte zielen darauf ab, wirksame Strategien zur Verbesserung der Gesundheit und zur Verringerung von Ungleichheiten zu entwickeln. Zudem engagiert sie sich für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und in die Politik.
Die Lebenserwartung variiert beträchtlich nach sozialen und geografischen Merkmalen: Amerikaner leben im Durchschnitt drei Jahre kürzer als Schweden, und Nordengländer sterben rund zwei Jahre früher als Bewohner Südenglands. Besonders drastisch zeigt sich dies in Stockton-on-Tees, einer Stadt in Nordengland, wo Männer im Stadtzentrum im Schnitt 15 Jahre früher sterben als in den Vororten. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie stark Gesundheit mit den Lebensbedingungen verknüpft ist.
So verdeutlichen ihre wegweisenden COVID-19-Studien, dass soziale Benachteiligung und gesundheitliche Risiken eng zusammenhängen. In ärmeren Regionen sind Menschen häufiger chronisch krank und sterben deutlich früher. Clare Bambra plädiert für eine evidenzbasierte Politik und betont die Notwendigkeit lokal angepasster Lösungen, um gesundheitliche Ungleichheit zu bekämpfen.
In neueren Studien untersucht sie, wie sich gesundheitliche Unterschiede im 20. und 21. Jahrhundert entwickelt haben. Aus Studien in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Schweden und Westeuropa hat die Public-Health-Forscherin eine U-förmige Kurve bei der gesundheitlichen Ungleichheit abgeleitet. Diese Entwicklung als U-förmige Kurve entspricht weitgehend der, die Wirtschaftswissenschaften für die Einkommens- und Vermögensungleichheiten im 20. und 21. Jahrhundert festgestellt haben. Ebenso hat sie umfängliche vergleichende Studien zur gesundheitlichen Ungleichheit in Europa sowie zwischen Ost- und Westdeutschland geleitet. Diese Langzeitstudien unterstreichen die Bedeutung von politischem Handeln für künftige gesundheitliche Verbesserungen.
Mit ihrer Forschung zu Gesundheitspolitik, Gesundheitsgeografie und Sozialepidemiologie leistet Clare Bambra einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit. Sie arbeitet interdisziplinär und bezieht neben dem politischen Fokus auch sozialmedizinische und wirtschaftswissenschaftliche Studien sowie geografische Aspekte ein.
Clare Bambra hat mehrere Bücher und zahlreiche, häufig zitierte Fachartikel veröffentlicht, die oft als Grundlage für umsetzbare gesundheitspolitische Strategien dienen. In Kooperation mit Organisationen wie dem National Institute of Health and Care Research (UK), dem Office for Health Improvement and Disparities sowie dem WHO-Regionalbüro Europa setzt sie sich dafür ein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Public-Health-Maßnahmen umgesetzt werden.
Werdegang
- seit 2017 Professorin für Public Health, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, UK
- 2017 Gastprofessorin, University of Montreal, Montreal, Kanada
- 2010-2016 Professorin, Public Health Policy, Durham University, Durham, UK
- 2010 Assoziierte Gastprofessorin, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden
- 2009-2010 Hochschullehrerin (Reader), Public Health Policy, Durham University, Durham, UK
- 2005-2009 Hochschullehrerin (Lecturer), Public Health Policy, Durham University, Durham, UK
- 2004-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Public Health Policy, Sheffield Hallam University, Sheffield, UK
- 2002-2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Public Health Policy, Liverpool University Liverpool, UK
- 1999-2002 Promotion in Staatswissenschaften, University of Manchester, Manchester, UK
Projekte
- 2025-2030 Beteiligte Wissenschaftlerin, NIHR Challenge “Maternity Inequalities”, National Institute of Health Research (NIHR), UK
- 2023-2028 Beteiligte Wissenschaftlerin, NIHR Newcastle Patient Safety Research Collaboration (PSRC), NIHR Central Commissioning Facility (CCF), NIHR, UK
- 2021-2027 Principal Investigator, Project “North and South: Regional health inequalities”, Wellcome Trust, London, UK
- 2021-2026 Principal Investigator, National Priority Call Health and Care Inequalities Consortium, Department of Health and NIHR, UK
- 2021-2025 Co-Principal Investigator, Project “Evaluation of the health impacts of Universal Credit: a mixed methods study”, NIHR, UK
- 2021-2025 Beteiligte Wissenschaftlerin, Project “Real-time Assessment of Community Transmission Long COVID (REACT-LC)”, UK Research and Innovation (UKRI) and NIHR, UK
- 2021-2022 Principal Investigator, Project “Does place matter? An examination of geographical inequalities in COVID-19 in England”, COVID-19 Research Programme, Health Foundation, UK
- 2019-2029 Beteiligte Wissenschaft Lerin, Policy Research Unit in Behavioural and Social Science, NIHR, UK
- 2019-2026 Beteiligte Wissenschaftlerin, NIHR Applied Research Collaboration – North East and North Cumbria, NIHR, UK
- 2019-2024 Beteiligte Wissenschaftlerin, Centre for Global Health Inequalities Research, Norwegian Research Council, Norway
- 2017-2027 Beteiligte Wissenschaftlerin, NIHR School of Public Health, Department of Health and NIHR, UK
- 2015-2018 Principal Investigator, Consortium “Health inequalities in European welfare states (HiNEWS)”, NORFACE New Opportunities for Research Funding Agency Cooperation in Europe, European Union (EU)
- 2013-2018 Principal Investigator, Local health inequalities in an age of austerity, Leverhulme Trust, London, UK
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2024 Ehrenmitglied, Faculty of Public Health, London, UK
- 2021-2023 Vorsitzende, Discovery Awards Expert Review Group, Wellcome Trust, London, UK
- 2022-2025 Mitglied, Senior Investigator Selection Committee, NIHR, UK
- 2022 Winner, Richard Titmuss Book Award, Social Policy Association (SPA), London, UK
- seit 2019 Mitglied, Global Health Network „Punching Above their Weight (PAW)“, International Journal for Equity in Health
- 2016 Book Award, British Medical Association (BMA), UK
- seit 2018 Mitglied, Editorial Board, Scandinavian Journal of Public Health
- seit 2018 Mitglied, Expert Review Group, National Institute of Clinical Excellence (NICE), UK
- seit 2017 Mitglied, Europe Scientific Advisory Group on Health Equity, World Health Organization (WHO)
- 2013-2019 Mitglied, Panel „Fellowship Awards“, Wellcome Trust, London, UK
- 2014 Mitglied, Panel, Due North „Report of the Inquiry on Health Equity for the North“, CLES – National Organisation for local economies, UK
- seit 2013 Gewähltes Mitglied, Academy of Social Sciences, UK
- 2010 Mitglied, Working Group, Marmot Review