Prof. Dr. Claudia Bausewein
- Fachbereich Global Health
- Ort München, Deutschland
- Wahljahr 2024
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Atemnot bei fortgeschrittenen Erkrankungen, Sedierung am Lebensende, Outcome-Messung in der Palliativversorgung, Arzneimitteltherapie und -sicherheit, pharmazeutische Beratung
Claudia Bausewein ist eine deutsche Palliativmedizinerin und Internistin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Verbesserung von belastenden Symptomen wie Atemnot bei fortgeschrittenen Erkrankungen. Zur Verbesserung der Versorgungsqualität befasst sie sich mit Fragen der Komplexität in der Palliativversorgung und Messung von Ergebnisqualität (Outcome) bei schwerkranken und sterbenden Patienten und Patientinnen. Ein weiterer Fokus ist die Arzneimitteltherapie und -sicherheit sowie der Einsatz sedierender Medikamente am Lebensende.
Die Forschungsprojekte von Claudia Bausewein liegen vor allem im Bereich der Versorgungsforschung. Menschen mit fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen und am Lebensende leiden häufig an Atemnot. Claudia Bausewein hat sich mit verschiedenen Aspekten der Atemnot bei Palliativpatienten und -patientinnen beschäftigt und eine Reihe von Untersuchungen zum persönlichen Erleben von Atemnot, zum Assessment, sowie der nicht-pharmakologischen und pharmakologischen Behandlung durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt von Claudia Bausewein ist die Outcome-Messung und Komplexität in der Palliativversorgung. Sie war an der Entwicklung und deutschsprachigen Validierung von Instrumenten zur Einschätzung der Palliativbedürfnisse von Patienten und Patientinnen beteiligt (Integrated) Palliative Care Outcome Scale (auch für Demenzpatienten und -patientinnen), Palliativphasen, Zarit Burden Inventory. Zur Verbesserung und Überwachung der Versorgungsqualität in der Palliativversorgung arbeitet sie an der Implementierung von klinischen Assessments, mit denen auch Outcome-Messung in der klinischen Versorgung in spezialisierten Palliativeinrichtungen möglich ist. Gleichzeitig soll durch die Einschätzung der Patienten- und Patientinnensituation anhand der Assessments die Komplexität der Patienten und Patientinnen abgebildet und der Einfluss der Palliativversorgung auf die Komplexität dargestellt werden.
Die medikamentöse Therapie spielt in der Palliativmedizin und Symptomkontrolle eine sehr große Rolle. Claudia Bausewein und ihr Team führen Projekte zur Arzneimitteltherapiesicherheit, Off-label Use und Mischinfusionen in der Palliativversorgung durch und stellen die Ergebnisse durch eine eigene „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“ der breiten Fachöffentlichkeit zur Verfügung.
Ethische Aspekte spielen in der Palliativversorgung eine sehr große Rolle. Claudia Bausewein fokussiert sich hier auf Fragen zur gezielten Sedierung am Lebensende und zum Umgang mit Todeswünschen und Suizidassistenz.
Das Spektrum der Methoden, mit denen Claudia Bausewein arbeitet, umfasst systematische Übersichtsarbeiten, Konsensusverfahren, Leitlinienentwicklung, quantitative Quer- und Längsschnittuntersuchungen sowie qualitative Verfahren.
Claudia Bausewein ist eine deutsche Palliativmedizinerin und Internistin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Verbesserung von belastenden Symptomen wie Atemnot bei fortgeschrittenen Erkrankungen. Zur Verbesserung der Versorgungsqualität befasst sie sich mit Fragen der Komplexität in der Palliativversorgung und Messung von Ergebnisqualität (Outcome) bei schwerkranken und sterbenden Patienten und Patientinnen. Ein weiterer Fokus ist die Arzneimitteltherapie und -sicherheit sowie der Einsatz sedierender Medikamente am Lebensende.
Die Forschungsprojekte von Claudia Bausewein liegen vor allem im Bereich der Versorgungsforschung. Menschen mit fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen und am Lebensende leiden häufig an Atemnot. Claudia Bausewein hat sich mit verschiedenen Aspekten der Atemnot bei Palliativpatienten und -patientinnen beschäftigt und eine Reihe von Untersuchungen zum persönlichen Erleben von Atemnot, zum Assessment, sowie der nicht-pharmakologischen und pharmakologischen Behandlung durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt von Claudia Bausewein ist die Outcome-Messung und Komplexität in der Palliativversorgung. Sie war an der Entwicklung und deutschsprachigen Validierung von Instrumenten zur Einschätzung der Palliativbedürfnisse von Patienten und Patientinnen beteiligt (Integrated) Palliative Care Outcome Scale (auch für Demenzpatienten und -patientinnen), Palliativphasen, Zarit Burden Inventory. Zur Verbesserung und Überwachung der Versorgungsqualität in der Palliativversorgung arbeitet sie an der Implementierung von klinischen Assessments, mit denen auch Outcome-Messung in der klinischen Versorgung in spezialisierten Palliativeinrichtungen möglich ist. Gleichzeitig soll durch die Einschätzung der Patienten- und Patientinnensituation anhand der Assessments die Komplexität der Patienten und Patientinnen abgebildet und der Einfluss der Palliativversorgung auf die Komplexität dargestellt werden.
Die medikamentöse Therapie spielt in der Palliativmedizin und Symptomkontrolle eine sehr große Rolle. Claudia Bausewein und ihr Team führen Projekte zur Arzneimitteltherapiesicherheit, Off-label Use und Mischinfusionen in der Palliativversorgung durch und stellen die Ergebnisse durch eine eigene „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“ der breiten Fachöffentlichkeit zur Verfügung.
Ethische Aspekte spielen in der Palliativversorgung eine sehr große Rolle. Claudia Bausewein fokussiert sich hier auf Fragen zur gezielten Sedierung am Lebensende und zum Umgang mit Todeswünschen und Suizidassistenz.
Das Spektrum der Methoden, mit denen Claudia Bausewein arbeitet, umfasst systematische Übersichtsarbeiten, Konsensusverfahren, Leitlinienentwicklung, quantitative Quer- und Längsschnittuntersuchungen sowie qualitative Verfahren.
Werdegang
- seit 2013 Direktorin, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
- seit 2012 Lehrstuhlinhaberin für Palliativmedizin, LMU, München
- 2010-2012 Ärztin, Palliative Care Team, King's College London, London, UK
- 2009-2012 Senior Clinical Research Fellow sowie Saunders Scholar, Cicely Saunders Institute of Palliative Care, Policy & Rehabilitation, King's College London, London, UK
- 2009 Ph.D., Doctor of Philosophy, Medicine, King's College London, London, UK
- 2005-2009 Research Training Fellow, Cicely Saunders International, King's College London, London, UK
- 2004 Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
- 2003 Master of Science in Palliative Care, King's College London, London, UK
- 2001-2007 Oberärztin, Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin, sowie Leitung, Palliativstation, Campus Großhadern, LMU Klinikum, LMU München
- 1999 Fachärztin für Innere Medizin
- 1997-2001 Leitende Stationsärztin, Palliativstation, IV. Medizinische Abteilung, Städtisches Krankenhaus München-Harlaching
- 1995 Diploma in Palliative Medicine, University of Cardiff, Cardiff, Wales
- 1994-2001 Assistenzärztin, IV. Medizinische Abteilung, Städtisches Krankenhaus, München-Harlaching
- 1994 Assistenzärztin, Hospice „Sir Michael Sobell House“, Oxford, UK
- 1994 Approbation als Ärztin
- 1993 Promotion, LMU München
- 1992-1994 Ärztin im Praktikum (AIP), IV. Medizinische Abteilung, Städtisches Krankenhaus Harlaching
- 1985-1992 Studium der Humanmedizin, LMU München
Funktionen
- seit 2022 Außerordentliches Mitglied, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
- seit 2021 Präsidentin, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- seit 2021 Mitglied, Beirat, Münchener Zentrum für Ethik und Philosophie in der Praxis (ZEPP), München
- seit 2020 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Bundesärztekammer
- seit 2019 Mitglied, Ausschuss für ethische und medizinisch-juristische Grundsatzfragen, Bundesärztekammer
- seit 2018 Sprecherin, Mentoring-Programm „MOMENTE“, Medizinische Fakultät für exzellente Nachwuchswissenschaftler/-innen der LMU München, München
- 2018-2020 Schriftführerin, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- seit 2016 Vorsitzende, Klinisches Ethikkomitee, LMU Klinikum, LMU München
- seit 2013 Sprecherin, Arbeitsgruppe „Entwicklung eines longitudinalen Kommununikationscurriculums“ (KomMeCuM), Medizinische Fakultät, LMU München
- 2015-2024 Sprecherin, Landesvertretung Bayern, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- 2011-2015 Mitglied, Board of Directors, European Association for Palliative Care (EAPC)
- 2004-2010 Vize-Präsidentin, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- 1998-2010 Mitglied, Vorstand, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- Mitglied, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
- Mitglied, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
- Mitglied, Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM)
Projekte
- seit 2024 Co-Leitung, S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit nicht heilbaren Krebserkrankungen“, Leitlinienprogramm Onkologie, Deutsche Krebsgesellschaft
- 2021-2024 Beteiligte Wissenschaftlerin, Projekt „iSedPall: Entwicklung und Machbarkeitsprüfung einer multimodalen Intervention für den Gebrauch sedierender Medikamente in der spezialisierten Palliativversorgung – SP2 München“, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
- 2020-2022 Co-Leitung, PallPan Konsortium „Nationale Strategie für Palliativversorgung in Pandemiezeiten“, Netzwerk Universitätsmedizin, BMBF
- 2019-2023 Leiterin, Projekt „COMPANION – Entwicklung einer patientenzentrierten national anwendbaren Komplexitäts- und Case Mix-Klassifikation für erwachsene Palliativpatienten basierend auf Bedürfnissen und Ressourcenverbrauch“, Innovationsausschuss, Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
- 2019-2023 Beteiligte Wissenschaftlerin, Grant „Better treatments for breathlessness in palliative and end of life care“, Horizon 2020, Europäische Kommission (EC)
- 2018-2021 Leiterin, Projekt „Palli-MONITOR - Palliativbedürfnisse in der SAPV: Monitoring mittels der digitalen Integrierten Palliative Care Outcome Scale (IPOS)“, Innovationsausschuss, G-BA
- 2017-2020 Beteiligte Wissenschaftlerin, Projekt „From anxiolysis to deep continuous sedation - development of recommendations for sedation in palliative care (SedPall)“, BMBF
- 2014-2017 Leiterin, Projekt „Randomised controlled trial to evaluate the effectiveness of a breathlessness support service“, BMBF
- 2012-2019 Co-Leitung, Entwicklung der S3 Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit nicht heilbaren Krebserkrankungen“, Leitlinienprogramm Onkologie, Deutsche Krebsgesellschaft
- 2008-2011 Beteiligte Wissenschaftlerin, Grant, „PRISMA – Reflecting the positive diversities of European priorities for research and measurement in end-of-life care“, 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP), EC
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2023 Deutscher Preis für Patientensicherheit, Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), Berlin
- 2020 Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
- 2020 Förderpreis für Palliativmedizin, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- 2020 Deutscher Preis für Patientensicherheit, Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), Berlin
- 2019 Förderpreis, Deutsche Hospiz- und Palliativstiftung für Allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus
- 2012 Förderpreis, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- 2009 Förderpreis, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
- 2003 Cicely Saunders Prize for Academic Excellence, King’s College, University London, London, UK