Prof. Dr. Claus Kreß

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  • Fachbereich Kulturwissenschaften
  • Ort Köln, Deutschland
  • Wahljahr 2024

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Völkerrecht, Friedenssicherung, universelles Gewaltverbot, Völkerrecht der bewaffneten Konflikte, Völkerstrafrecht, Internationaler Strafgerichtshof, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Aggression
Claus Kreß ist Straf- und Völkerrechtler mit dem Schwerpunkt Völkerrecht der Friedenssicherung. Zuletzt befasst er sich mit dem rechtlichen Rahmen transnationaler bewaffneter Konflikte zwischen Staaten und nicht-staatlichen Organisationen, mit den Rechtsbegriffen der Aggression und des Völkermords sowie mit dem Spannungsfeld zwischen Völkerstrafrecht und Immunitäten.
Kreß‘ Hauptinteresse gilt der Geschichte, Dogmatik und Fortentwicklung des Völkerrechts der Friedenssicherung unter Einschluss des Völkerstrafrechts. Im Zentrum des Völkerrechts der Friedenssicherung steht seit 1945 das universelle Gewaltverbot. Kommt es zu einem bewaffneten Konflikt, so setzt das Völkerrecht der Austragung des Konflikts Grenzen, auch um die Chance der Rückkehr zu einem belastbaren Frieden zu wahren. 
Im Bereich des universellen Gewaltverbots und seiner Ausnahmen hat sich Claus Kreß zuletzt mit Streitfragen zum völkerrechtlichen Selbstverteidigungsrechts bei bewaffneten Angriffen durch nicht-staatliche Akteure sowie mit den Ursachen und Grenzen des Gewalteinsatzes unter Zustimmung des hiervon betroffenen Staats befasst. Im Bereich des Völkerrechts bei bewaffneten Konflikten setzte er sich u.a. mit der rechtlichen Erfassung transnationaler bewaffneter Konflikte zwischen Staaten und grenzübergreifend operierenden nicht-staatlichen Gewaltakteuren auseinander.
Neuere Studien von Kreß im Völkerstrafrecht betreffen die Tatbestände des Völkermords und des Verbrechens der Aggression, das Spannungsfeld zwischen internationaler Strafdrohung und hergebrachtem Schutz von Staatsorganen durch Immunitäten sowie die Grundlage der Gerichtsbarkeit bei Völkerstraftaten. 
Kreß ist seit 2019 Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof im Verfahren zwischen Gambia und Myanmar zur Anwendung der Völkermordkonvention. 
Kreß ist Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) für das Verbrechen der Aggression. Der IStGH mit Sitz im niederländischen Den Haag ist zur Ahndung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Aggression berufen.
Regelmäßig bezieht Kreß zu Völkerrechtsfragen in den Medien Stellung, zuletzt vor allem im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg, dem Nahostkonflikt und der deutschen Weltrechtspflege nach dem Völkerstrafgesetzbuch.

  • seit 2024 Ko-Direktor und Mitgründer, Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law (CHL), Universität zu Köln
  • seit 2021 Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs für das Verbrechen der Aggression
  • seit 2019 Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in dem Verfahren zwischen Gambia und Myanmar zur Anwendung der Völkermordkonvention
  • seit 2012 Direktor, Institute for International Peace and Security Law, Universität zu Köln
  • seit 2004 Professor für deutsches und internationales Strafrecht sowie Völkerrecht und Inhaber, Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Universität zu Köln
  • 2004 Habilitation
  • 1996-2000 Beamter, Bundesministerium der Justiz
  • 1995 Zweite Juristische Staatsprüfung
  • 1994 Promotion
  • 1993 Master of Law, University of Cambridge, Cambridge, UK
  • 1991 Erste Juristische Staatsprüfung
  • 1985-1991 Studium der Rechtswissenschaften, Universität zu Köln und Université de Genéve, Genf, Schweiz

  • seit 2023 Mitglied, International Advisory Panel, Restatement of the Law Fourth – The Foreign Relations Law of the United States, American Law Institute (ALI), Philadelphia, USA
  • seit 2022 Stellvertretender Vorsitzender, Fachausschuss „Humanitäres Völkerrecht“, Präsidium, Deutsches Rotes Kreuz
  • seit 2018 Ko-Vorsitzender, Committee „Use of Force: Military Action with Request”, International Law Association (ILA)
  • seit 2016 Mitglied, Rat, Deutsche Vereinigung für Internationales Recht (DVIR)

  • 2025 Ehrenmitgliedschaft, Gesellschaft für bedrohte Völker 
  • seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2012 Mitglied, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste
  • 2018 Ferdinand Braudel Senior Scholarship, European University Institute, San Domenico di Fiesole (FI), Italien
  • 2017 Ehrendoktorwürden: Universidad de Huánuco, Huánaco, Peru sowie Ivane Javakhishvili Tbilisi State University (TSU), Tiflis, Georgien
  • 2014 M.C. Bassiouni Justice Award, Centre for International Law Research and Policy (CILRAP), Brüssel, Belgien
  • seit 2010 Life Member, Clare Hall College, University of Cambridge, Cambridge, UK

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