Prof. Dr. Frederick Klauschen
- Fachbereich Pathologie und Rechtsmedizin
- Ort München, Deutschland
- Wahljahr 2024
Forschung
Forschungsschwerpunkte: KI in der Medizin, Computational Pathology, Molekularpathologie, Krebsforschung, Tumorimmunologie, Bioinformatik
Frederick Klauschen ist ein deutscher Mediziner und Physiker. Er beschäftigt sich mit der Erhebung, Analyse und systemmedizinischen Integration verschiedener Omics-Daten von malignen Tumoren. Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von histologischen Bilddaten sowie von molekularen Informationen. Mit seiner Arbeitsgruppe wendet er bioinformatische Methoden sowie Künstliche Intelligenz an, um die Komplexität von Tumoren genauer zu verstehen und eine gezieltere Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.
Sowohl die Krebsforschung als auch die pathologische Diagnostik haben durch innovative mikroskopische Verfahren und sogenannte Omics-Technologien Zugang zu immer komplexeren Beschreibungen pathologischer Prozesse eröffnet. Omics ist ein Oberbegriff für molekularbiologische Technologien und Methoden aus verschiedenen Disziplinen und bezieht sich auf das kollektive Studium von Biomolekülen. Diese Verfahren ermöglichen eine umfassende mikroskopische und molekulare Charakterisierung großer klinischer Kohorten. Allerdings sind die Daten so komplex, dass klassische bioinformatische Analysemethoden an ihre Grenzen stoßen, um ihre pathobiologische und klinische Relevanz zu interpretieren. Hier können neuartige Methoden der multimodalen, erklärbaren Künstlichen Intelligenz (KI) einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Arbeitsgruppe von Frederick Klauschen wendet diese Methoden an, um angesichts der großen verfügbaren Datenmengen aus den morpho-molekularen Eigenschaften klinische Ansatzpunkte aufzeigen und diejenigen Merkmale identifizieren zu können, die dafür besonders relevant sind. So können Hypothesen über möglich Mechanismen generiert werden, die anschließend in funktionellen Modellen validiert werden, etwa in Zellkulturen oder Patienten-abgeleiteten Modellsystemen wie Organoiden oder Gewebekulturen. In einem interdisziplinären Team aus Computerwissenschaften und Biomedizin arbeitet die Gruppe von Frederick Klauschen an diesem Ansatz, der die Lücke zwischen der Grundlagenforschung und der klinischen Medizin schließt und im Ergebnis eine verbesserte Risikostratifizierung ermöglicht. Insbesondere nutzt Frederick Klauschen den KI-Ansatz, um beim Lungenkarzinom morpho-molekulare Signaturen zu finden, mit denen sich der Krankheitsverlauf prognostizieren, die Auswahl der optimalen Therapie unterstützen und neue Therapieziele identifizieren lassen.
Frederick Klauschen ist ein deutscher Mediziner und Physiker. Er beschäftigt sich mit der Erhebung, Analyse und systemmedizinischen Integration verschiedener Omics-Daten von malignen Tumoren. Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von histologischen Bilddaten sowie von molekularen Informationen. Mit seiner Arbeitsgruppe wendet er bioinformatische Methoden sowie Künstliche Intelligenz an, um die Komplexität von Tumoren genauer zu verstehen und eine gezieltere Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.
Sowohl die Krebsforschung als auch die pathologische Diagnostik haben durch innovative mikroskopische Verfahren und sogenannte Omics-Technologien Zugang zu immer komplexeren Beschreibungen pathologischer Prozesse eröffnet. Omics ist ein Oberbegriff für molekularbiologische Technologien und Methoden aus verschiedenen Disziplinen und bezieht sich auf das kollektive Studium von Biomolekülen. Diese Verfahren ermöglichen eine umfassende mikroskopische und molekulare Charakterisierung großer klinischer Kohorten. Allerdings sind die Daten so komplex, dass klassische bioinformatische Analysemethoden an ihre Grenzen stoßen, um ihre pathobiologische und klinische Relevanz zu interpretieren. Hier können neuartige Methoden der multimodalen, erklärbaren Künstlichen Intelligenz (KI) einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Arbeitsgruppe von Frederick Klauschen wendet diese Methoden an, um angesichts der großen verfügbaren Datenmengen aus den morpho-molekularen Eigenschaften klinische Ansatzpunkte aufzeigen und diejenigen Merkmale identifizieren zu können, die dafür besonders relevant sind. So können Hypothesen über möglich Mechanismen generiert werden, die anschließend in funktionellen Modellen validiert werden, etwa in Zellkulturen oder Patienten-abgeleiteten Modellsystemen wie Organoiden oder Gewebekulturen. In einem interdisziplinären Team aus Computerwissenschaften und Biomedizin arbeitet die Gruppe von Frederick Klauschen an diesem Ansatz, der die Lücke zwischen der Grundlagenforschung und der klinischen Medizin schließt und im Ergebnis eine verbesserte Risikostratifizierung ermöglicht. Insbesondere nutzt Frederick Klauschen den KI-Ansatz, um beim Lungenkarzinom morpho-molekulare Signaturen zu finden, mit denen sich der Krankheitsverlauf prognostizieren, die Auswahl der optimalen Therapie unterstützen und neue Therapieziele identifizieren lassen.
Werdegang
- seit 2021 Vorstand, Pathologisches Institut, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
- 2019-2021 Stellvertretender Direktor, Institut für Pathologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2016-2021 Professor für Molekulare Pathologie, Institut für Pathologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2013 Habilitation in Experimenteller Pathologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2009-2016 Assistenzarzt und Leiter, Juniorgruppe, Institut für Pathologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2009-2013 Gastwissenschaftler, National Institutes of Health (NIH), Bethesda, USA
- 2005 Master of Science in Physik, II. Institut für Theoretische Physik, Universität Hamburg
- 2004-2009 Postdoktorand, Laboratory of Immunology, National Institute of Allergy and Infectious Diseases, NIH, Bethesda, USA
- 2004 Dissertation (Dr. med.), Universität zu Lübeck
- 1995-2004 Studium der Humanmedizin, Universität zu Lübeck
- 1995-2004 Studium der Physik, Universität Hamburg
Funktionen
- seit 2024 Mitglied, Direktorium, Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF), Erlangen
- seit 2023 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Wilhelm Sander-Stiftung, München
- seit 2023 Mitglied, Fachausschuss „Versorgungsmaßnahmen und -forschung“, Deutsche Krebshilfe
- seit 2022 Mitglied, Editorial Board, Annual Reviews of Pathology
- seit 2021 Mitglied, Lenkungsausschuss, Nationales Netzwerk Genomische Medizin
Projekte
- seit 2021 Leiter, Teilprojekt „LungCAIRE“, Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD), Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
- 2018-2021 Leiter, Teilprojekt „Pathologie-Molekularpathologie“, Berliner Zentrum für Maschinelles Lernen (BZML), BMBF
- 2018-2021 Leiter, Teilprojekt „Histopathologie“, Berlin Big Data Center (BBDC2), BMBF
- 2018-2019 Projekt „KI-basierte histopathologische Diagnostik“, Digital Health Accelerator, Berlin Institute of Health (BIH)
- 2014-2017 Leiter, Projekt „Systems Proteogenomics in Lung Cancer“, Einstein Stiftung Berlin
- 2011-2014 Leiter, Projekt „Bone Marrow Niche Analysis“, Human Frontier Science Program (HFSP), International Human Frontier Science Program Organization
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2014 Einstein Junior Fellowship Award, Einstein Stiftung Berlin
- 2012 Forscherpreis für Pathologie, Novartis Pharma, Nürnberg sowie Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)
- 2011 Human Frontier Science Program Young Investigator Award, International Human Frontier Science Program Organization
- 2004 NIH Postdoctoral Fellowship Award, NIH, Bethesda, USA