Prof. Dr. Mark B. Adams (✝︎)

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  • Fachbereich Wissenschafts- und Medizingeschichte
  • Ort Philadelphia, PA, Vereinigte Staaten
  • Wahljahr 2001

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Biologiegeschichte, Wissenschaftsgeschichte Russlands und der Sowjetunion, Geschichte der Genetik, vergleichende Untersuchungen zur Eugenik
Mark B. Adams war ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker. Seine Lehr- und Forschungsinteressen konzentrierten sich auf die Geschichte der Biologie, die institutionelle Geschichte von Wissenschaft, Wissenschaft und Politik, die Geschichte der russischen Wissenschaft und Technologie sowie der modernen Science Fiction vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Mark B. Adams war ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker. Seine Lehr- und Forschungsinteressen konzentrierten sich auf die Geschichte der Biologie, die institutionelle Geschichte von Wissenschaft, Wissenschaft und Politik, die Geschichte der russischen Wissenschaft und Technologie sowie der modernen Science Fiction vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Zur Geschichte der Biologie erforschte Mark Adams die Bereiche Genetik, Populationsgenetik, Darwinismus und Evolutionstheorie, Morphologie, experimentelle Biologie sowie die Biografie des Naturforschers Charles Darwin. Der Geschichte der russischen Wissenschaft und Technologie widmete er sich vor allem in einer intellektuellen Biografie über Theodosius Dobzhansky (1900 bis 1975), einem der wichtigsten Biologen und sozialen Denker des 20. Jahrhunderts, der die moderne Populationsgenetik begründete. Während der 1930er Jahre widerlegte Dobzhansky die bis dahin geltende Unterscheidung von Mikroevolution, die innerhalb einer Spezies stattfindet und Makroevolution, die oberhalb der Speziesebene geschieht und somit mehr als nur eine Art erfasst. Die Rolle der Genetik beleuchtend, wurde er einer der Gründer der Synthesetheorie der Evolution. Mark B. Adams beschrieb den russischen Biologen als Denker, der mittels der Populationsgenetik dabei half, die Theorie der Evolution empirisch überprüfbar zu machen.
Mark B. Adams Forschungen zur vergleichenden Geschichte der Eugenik bezogen sich auf spezifische Bereiche wie die Natur-Kultur-Kontroverse, den wissenschaftlichen Futurismus sowie den Zusammenhang von Wissenschaft und Religion von Wissenschaft und Literatur ein. Sich auf Russland konzentrierend, zeigte er auf, inwiefern die Eugenik in die wissenschaftlichen, politischen sowie kulturellen Gegebenheiten ihrer Zeit eingebettet war. Indem er mit Expertinnen und Experten verschiedener Länder zusammenarbeitete, konnte er eine vergleichende Geschichte zum Thema erarbeiten. Damit beschreibt er die Geschichte der Eugenik als kompliziertes Netzwerk aus wissenschaftlichen und politischen Interessen, in dem internationale Konzepte auf die Gegebenheiten der einzelnen Länder trafen.
Zu einem weiteren Thema erarbeitete sich Mark B. Adams einen außerordentlichen Ruf in der Lehre. Während seiner Laufbahn an der University of Pennsylvania führte er 1970 den Kurs „The Emergence of Modern Science Fiction“ ein, den er fortan jährlich unterrichtete. Es war einer der ersten College-Kurse in den USA zu Science Fiction. Zu dieser Zeit gab es kaum wissenschaftliche Literatur oder Aufmerksamkeit für dieses Thema. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Genre weiter, der Kurs nahm neue Lektüren, Autorinnen und Autoren sowie Themen und Perspektiven auf. Adams baute sich dazu eine Bibliothek auf, um das Genre und dessen Geschichte zu erforschen. Mit der Zeit wuchs diese Sammlung auf mehr als 5.000 Titel an, die er der University of Pennsylvania spendete.

  • seit 2014 Emeritierter Professor, Department History and Sociology of Science, University of Pennsylvania (PENN), Philadelphia, USA
  • 1978-2014 Außerordentlicher Professor für Wissenschaftsgeschichte und -soziologie, PENN, Philadelphia, USA
  • 1973-1978 Julian S. und Janice C. Bers Assistenzprofessor für Wissenschaftsgeschichte und -soziologie, PENN, Philadelphia, USA
  • 1970-1973 Dozent, Department History and Sociology of Science, PENN, Philadelphia, USA
  • 1973 Ph.D. in History of Science, Harvard University, Cambridge, USA
  • 1969 A.M. in History of Science, Harvard University, Cambridge, USA
  • 1966 A.B. in History and Science, Harvard College, Cambridge, USA

  • 2011-2013 Leiter, Graduiertenkolleg, Department of History and Sociology of Science, PENN, Philadelphia, USA
  • 1994-2006 Leiter, Graduiertenkolleg, Department of History and Sociology of Science, PENN, Philadelphia, USA
  • 1993-2000 Redaktionsausschuss, History and Philosophy of the Life Sciences
  • 1985-1986 Ausschuss für allgemeine Ehrungen, PENN, Philadelphia, USA
  • 1984-1987 Redaktionsausschuss, ISIS
  • 1982-1984 Amtierender Leiter, Graduiertenkolleg, Department of History and Sociology of Science, PENN, Philadelphia, USA
  • 1982-1983 Direktor, Darwin Centennial Celebration, PENN, Philadelphia, USA
  • 1979-1980 Mitglied, University Council, PENN, Philadelphia, USA
  • 1972-1995 Redaktionsausschuss, Mendel Newsletter
  • 1972-1978 Leiter, Grundstudium, Department of History and Sociology of Science, PENN, Philadelphia, USA

  • 2001 Senior Scholars Stipendium FB-36067-00 „Nature & Nurture in the USSR“, National Endowment for the Humanities (NEH), USA
  • 1999-2000 Forschungsstipendium „Biological Futurism in Science and Literature“, Penn Humanities Forum, PENN, Philadelphia, USA
  • 1999-2000 Stipendium SES-99-06180 „The Soviet Experiment: Eugenics and Medical Genetics in Russia“, National Science Foundation (NSF), USA
  • 1993-1995 Stipendium RI-20646-93 for archival work in St. Petersburg and Moscow, NEH, USA
  • 1992-1995 Stipendium SBE-9223903 „Th. Dobzhansky and Soviet Biology“, NSF, USA
  • 1988 Stipendium „The Dobzhansky-Filipchenko Correspondence“, University of Pennsylvania Research Foundation, Philadelphia, USA
  • 1984-1987 Stipendium RH-20668-85 „Soviet Darwinism“, NEH, USA
  • 1984-1986 Stipendium SES-84-10176 „Chetverikov & Soviet Population Genetics“, NSF, USA
  • 1976-1980 Stipendium, SOC76-11577-AO2, NSF, USA

  • seit 2001 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1984 Lindback Award für ausgezeichnete Lehre, Lindback Foundation, Philadelphia, USA
  • 1976 Mellon Fellow, Aspen Institute of Humanistic Studies, Washington D.C., USA
  • 1976 Senior Scholar, U.S.-USSR Commissions, American Council of Learned Societies, USA
  • 1973-1978 Julian S. and Janice C. Bers-Lehrstuhl, PENN, Philadelphia, USA

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