Prof. Dr. Michael Tomasello
- Fachbereich Psychologie und Kognitionswissenschaften
- Ort Durham, NC, Vereinigte Staaten
- Wahljahr 2001
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Spracherwerb beim Menschen, Kommunikation bei Menschen und Primaten, Erlernen von Sozialverhalten, Wahrnehmung bei Primaten
Michael Tomasello ist ein US-amerikanischer Anthropologe und Verhaltensforscher. Er arbeitet auf dem Gebiet der evolutionären Anthropologie. Sein Schwerpunkt ist die Evolution der menschlichen Sprache. Unter anderem entwickelte er das Konzept der geteilten Intentionalität von Sprache. In seinen Forschungen beschäftigt er sich ausführlich mit dem Studium von Primaten.
Michael Tomasello hat sich intensiv mit Fragen zum Spracherwerb, des Sozialverhaltens und der Wahrnehmung bei Menschen und Primaten auseinandergesetzt. Er untersuchte unterschiedliche kulturelle Einflüsse auf das Erlernen von Sprache und verglich die Prozesse mit Abläufen im Tierreich. Außerdem verfasste er zahlreiche populäre Bücher zu Themen wie „Die Naturgeschichte der menschlichen Moral“, „Warum wir kooperieren“ oder „Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens“.
Sein Konzept der geteilten Intentionalität sieht drei grundsätzliche Motive für Kommunikation: Auffordern, Informieren, Teilen. Tomasello sieht dabei die gestische Kommunikation als Vorstufe der Sprache. Nur der Mensch könne mit der Kommunikation Informieren und Teilen, weil nur er in der Lage sei, Intentionen aufeinander abzustimmen. Das durch diese Kommunikation ermöglichte Teilen, etwa von Nahrung, führe beim Menschen zu einem starken Gruppenzusammenhalt.
Michael Tomasello ist ein US-amerikanischer Anthropologe und Verhaltensforscher. Er arbeitet auf dem Gebiet der evolutionären Anthropologie. Sein Schwerpunkt ist die Evolution der menschlichen Sprache. Unter anderem entwickelte er das Konzept der geteilten Intentionalität von Sprache. In seinen Forschungen beschäftigt er sich ausführlich mit dem Studium von Primaten.
Michael Tomasello hat sich intensiv mit Fragen zum Spracherwerb, des Sozialverhaltens und der Wahrnehmung bei Menschen und Primaten auseinandergesetzt. Er untersuchte unterschiedliche kulturelle Einflüsse auf das Erlernen von Sprache und verglich die Prozesse mit Abläufen im Tierreich. Außerdem verfasste er zahlreiche populäre Bücher zu Themen wie „Die Naturgeschichte der menschlichen Moral“, „Warum wir kooperieren“ oder „Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens“.
Sein Konzept der geteilten Intentionalität sieht drei grundsätzliche Motive für Kommunikation: Auffordern, Informieren, Teilen. Tomasello sieht dabei die gestische Kommunikation als Vorstufe der Sprache. Nur der Mensch könne mit der Kommunikation Informieren und Teilen, weil nur er in der Lage sei, Intentionen aufeinander abzustimmen. Das durch diese Kommunikation ermöglichte Teilen, etwa von Nahrung, führe beim Menschen zu einem starken Gruppenzusammenhalt.
Werdegang
- seit 2016 Professor für Psychologie, Duke University, North Carolina, USA
- 2001-2018 Direktor am Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum, Leipzig
- 1999-2018 Honorarprofessor, Fakultät für Psychologie, Universität Leipzig
- 1998-2018 Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig
- 1982-1998 Lehrbeauftragter, Yerkes National Primate Research Center, Emory University, Atlanta, Georgia, USA
- 1980-1998 Lehrbeauftragter für Psychologie und Anthropologie, Emory University, Atlanta, Georgia, USA
- 1980 Promotion in experimenteller Psychologie, University of Georgia, USA
- 1972 Bachelor in Psychologie, Duke University, North Carolina, USA
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2020 Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste
- 2015 Award for Distinguished Scientific Contributions, American Psychological Association
- 2014 Wiesbadener Helmuth Plessner Preis, Helmuth Plessner Gesellschaft
- 2011 Klaus J. Jacobs Forschungspreis, Jacobs Foundation
- 2011 Wiley Prize in Psychology, The British Academy
- 2010 Heineken Prize for Cognitive Sciences, Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences
- 2010 Max Planck-Forschungspreis, Alexander von Humboldt Stiftung
- seit 2010 Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
- 2009 Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart
- 2007 Mind & Brain Prize, Center for Cognitive Science, Universität Turin, Italien
- 2006 Jean Nicod Prize for Philosophy of Cognitive Science, Centre National de la Recherche Scientifique (C.N.R.S.)
- 2004 Fyssen Foundation Prize for Cognitive Science
- seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2001 William James Book Award, American Psychological Association