Prof. Dr. Peter Scholze
- Fachbereich Mathematik
- Ort Bonn, Deutschland
- Wahljahr 2017
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Mathematik, Arithmetisch-algebraische Geometrie, Langlands-Vermutung
Peter Scholze ist ein deutscher Mathematiker. Mit dem von ihm geprägten Begriff der „perfektoiden“ Räume gelang die Lösung mehrerer bedeutender und seit langem ungelöster Probleme der Mathematik.
Peter Scholze forscht an der Schnittstelle zwischen Arithmetischer Algebraischer Geometrie und der Theorie der Automorphen Formen. Bei seiner Berufung 2012 zum damals jüngsten W3-Professor Deutschlands verzichtete die Universität Bonn auf eine Habilitation, da ihm in seiner Master- und in seiner Doktorarbeit aufsehenerregende Durchbrüche gelungen waren.
Besonders durch seine Forschung zu den Langlands-Vermutungen hat sich Scholze ausgezeichnet. Der kanadische Mathematiker Robert P. Langlands zeigte, dass es zwischen verschiedenen Gebieten der Mathematik Verbindungen geben müsse. Diese Verbindungen sollten helfen, ungelöste Probleme von einem Teilgebiet der Mathematik in ein anderes zu „übersetzen“, um sie letztlich lösen zu können. Daraus ergaben sich zahlreiche Vermutungen, die als „Langlands-Programm“ bekannt wurden. Peter Scholze nutzte geometrische Methoden, um Teile dieser Vermutungen zu beweisen.
Peter Scholze ist ein deutscher Mathematiker. Mit dem von ihm geprägten Begriff der „perfektoiden“ Räume gelang die Lösung mehrerer bedeutender und seit langem ungelöster Probleme der Mathematik.
Peter Scholze forscht an der Schnittstelle zwischen Arithmetischer Algebraischer Geometrie und der Theorie der Automorphen Formen. Bei seiner Berufung 2012 zum damals jüngsten W3-Professor Deutschlands verzichtete die Universität Bonn auf eine Habilitation, da ihm in seiner Master- und in seiner Doktorarbeit aufsehenerregende Durchbrüche gelungen waren.
Besonders durch seine Forschung zu den Langlands-Vermutungen hat sich Scholze ausgezeichnet. Der kanadische Mathematiker Robert P. Langlands zeigte, dass es zwischen verschiedenen Gebieten der Mathematik Verbindungen geben müsse. Diese Verbindungen sollten helfen, ungelöste Probleme von einem Teilgebiet der Mathematik in ein anderes zu „übersetzen“, um sie letztlich lösen zu können. Daraus ergaben sich zahlreiche Vermutungen, die als „Langlands-Programm“ bekannt wurden. Peter Scholze nutzte geometrische Methoden, um Teile dieser Vermutungen zu beweisen.
Werdegang
- seit 2018 Direktor, Max-Planck-Institut für Mathematik Bonn
- seit 2012 Professor für Mathematik, Universität Bonn
- 2011-2016 Fellow, Clay Mathematics Institute, Cambridge, USA
- 2012 Promotion, Universität Bonn
- 2007-2012 Studium der Mathematik, Universität Bonn
Projekte
- seit 2019 Beteiligter Wissenschaftler, Exzellenzcluster 2047 „Hausdorff Center for Mathematics“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
- 2011-2019 Leiter, Teilprojekt „Galoisdarstellungen, endliche und gemischte Charakteristik“, Transregio (TRR) 45, DFG
- 2011-2019 Leiter, Teilprojekt „Perioden und Periodenbereiche“, TRR 45, DFG
- 2011-2019 Leiter, Teilprojekt „Shimuravarietäten“, TRR 45, DFG
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2022 Lehrpreis, Universität Bonn
- 2022 Pius XI-Medaille, Pontifical Academy of Sciences, Vatikan
- 2022 Auswärtiges Mitglied, Royal Society, UK
- 2019 Verdienstorden, Bundesrepublik Deutschland
- 2018 Ehrenmitglied, London Mathematical Society, London, UK
- 2018 Fields Medaille, International Mathematical Union (IMU)
- seit 2018 Mitglied, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf
- seit 2017 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2017 Mitglied, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
- seit 2017 Mitglied, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
- 2016 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, DFG
- 2016 EMS-Preis, European Mathematical Society (EMS)
- 2016 Preis, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
- 2016 Fermat Prize, Institut de Mathématiques de Toulouse, Université Paul Sabatier, Toulouse, Frankreich
- 2015 Ostrowski-Preis, Ostrowski-Stiftung, Universität Basel, Basel, Schweiz
- 2015 Frank Nelson Cole Prize, Algebra der American Mathematical Society, USA
- 2014 Clay Research Award, Clay Mathematics Institute, Cambridge, USA
- 2013 SASTRA Ramanujan Preis, Shanmugha Arts, Science, Technology & Research Academy (SASTRA), Thanjavur, Indien
- 2012 Prix Peccot, Collège de France, Paris, Frankreich
- 2005 Goldmedaille, International Mathematical Olympiad (IMO)