Prinz Albert zu Sachsen-Coburg und Gotha (✝︎)
- Wahljahr 1860
Forschung
Werdegang
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha unternahm als junger Mann zahlreiche Bildungsreisen an andere Fürstenhöfe und reiste in europäische Metropolen, so zum Beispiel nach Wien, Paris und London, wo er auf seine Cousine und spätere Ehefrau Victoria traf. Er studierte in Italien Komposition, Gesang und Orgel. Außerdem erwarb er einen geisteswissenschaftlichen Abschluss an der Universität Bonn.
Nach seiner Eheschließung mit Königin Victoria wurde er zu ihrem wichtigsten Berater. Er hatte enormen Einfluss auf seine Frau und damit auf die britische Politik. So schrieb Albert unter anderem die Reden für seine Frau und engagierte sich bei zahlreichen sozialen Projekten.
Eines seiner großen Projekte wurde im Jahr 1851 die Weltausstellung in London, für die Albert als Ideengeber, Architekt und Spendeneintreiber fungierte. Im Hyde-Park ließ er nach Plänen des Architekten Joseph Paxton den Crystal Palace errichten, eine lichtdurchflutete Ausstellungshalle mit einer Länge von 560 Metern und 40 Metern Höhe. Obwohl gegen Alberts Pläne reichlich öffentliche Bedenken geäußert wurden, geriet bereits die Eröffnung am 1. Mai 1851 zu einem Triumph. Bis zum Ende der Ausstellung am 11. Oktober wurden mehr als sechs Millionen Gäste aus aller Welt gezählt, die sich dort unter anderem über moderne technische Entwicklungen informieren konnten. Albert selbst steuerte seine Entwürfe für Arbeiterwohnungen mit Wasseranschluss und Toiletten als Exponate bei. Die Weltausstellung spielte 186.000 Pfund Gewinn ein. Königin Victoria bezeichnete ihren Mann später als den „Schöpfer dieses Friedensfestes“. Überliefert ist ihr Ausspruch: „God bless my dearest Albert, God bless my dearest country!“
Albert entwarf gemeinsam mit einem Londoner Bauunternehmer die königliche Sommerresidenz Osborne House auf der Isle of Wight. In diese Zeit fiel außerdem der Erwerb und die Neugestaltung von Balmoral, eine Sommerresidenz des Königshauses im schottischen Hochland.