Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer

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  • Fachbereich Gynäkologie und Pädiatrie
  • Ort Hamburg, Deutschland
  • Wahljahr 2024

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Psychische Gesundheit, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Kinder und Jugendliche, Prävention, Methodenentwicklung (Patient-Reported Outcomes)
Ulrike Ravens-Sieberer ist eine deutsche Psychologin. Ihre Forschung gilt der psychischen Gesundheit und dem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Durch nationale und internationale Studien stellen sie und ihr Team wichtige Daten bereit, die Aufschluss über die seelische Gesundheit und Lebensqualität der jungen Generation geben – sowohl in Deutschland als auch im europäischen Vergleich. Auf diesem Wege unterstützt sie die Entwicklung von Präventionsstrategien und trägt dazu bei, die Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche zu verbessern.
Im Rahmen ihrer Forschung führt Ulrike Ravens-Sieberer nationale und internationale Gesundheitssurveys und Kohortenstudien zur psychischen Gesundheit, zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität, zu psychischen Auffälligkeiten sowie zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch. Zu den bedeutendsten Projekten zählt die nationale BELLA-Längsschnittstudie, die seit 2003 in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut als Modul zur psychischen Kinder- und Jugendgesundheit der KiGGS-Studie durchgeführt wird. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die internationale Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)-Studie, die seit 2007 in Zusammenarbeit mit der World Health Organization (WHO) die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern untersucht.
Besonders relevant ist die nationale COPSY-Längsschnittstudie, die seit 2020 die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie und in Zeiten globaler Krisen analysiert. Im Rahmen des Verbundprojekts „coverCHILD“, das Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) ist, wird die Forschung zu den Auswirkungen der Pandemie auf die jüngere Generation weiter vertieft.
Ein zentraler Aspekt all dieser Studien ist die Entwicklung standardisierter Methoden und Messinstrumente zur Erfassung von Patient-Reported Outcomes (PROs), wie etwa psychische Gesundheit und gesundheitsbezogene Lebensqualität. Hierbei kommen Instrumente wie KIDSCREEN, KINDL, EQ5-D-Y und PROMIS zum Einsatz, die in internationalen kulturübergreifenden Vergleichsstudien Anwendung finden.
Darüber hinaus werden versorgungswissenschaftliche Studien zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität von gesunden und chronisch erkrankten Kindern sowie deren Familien durchgeführt. Die Präventionsforschung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, indem Strategien zur Prävention und Gesundheitsförderung entwickelt werden, um die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.

  • seit 2008 Universitätsprofessorin für Gesundheitswissenschaften, Gesundheitspsychologie und Versorgung von Kindern und Jugendlichen, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE), Universität Hamburg (UH), Hamburg
  • 2007-2008 Universitätsprofessorin für Gesundheitswissenschaften mit Schwerpunkt Psychosoziale Versorgung, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
  • 2005-2006 Gastprofessorin für Klinische und Gesundheitspsychologie, Freie Universität (FU), Berlin
  • 2004-2005 Forschungsbeauftragte für Child Health, European Office for Investment in Health and Development, World Health Organization (WHO)
  • 2002 Habilitation, Institut für Medizinische Psychologie (PD), Medizinische Fakultät, UKE, UH, Hamburg
  • 2000-2006 Leiterin, Epidemiologische Nachwuchsforschungsgruppe „Indikatoren subjektiver Kinder- und Jugendgesundheit“, Robert Koch-Institut (RKI), Berlin
  • 1999 Approbation als Psychologische Psychotherapeutin, Erwachsenen- sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutin
  • 1997-2000 Habilitationsstipendiatin sowie Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Medizinische Psychologie, Medizinische Fakultät, UKE Hamburg-Eppendorf, UH, Hamburg
  • 1997 Promotion in Psychologie (Dr. phil.), Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1996 Master of Public Health (MPH), LMU München
  • 1995-1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Psychosomatische Medizin, Technische Universität (TU) München
  • 1992 Diplom in Psychologie, LMU München

  • seit 2022 Sprecherin, Fach- und Organspezifische Arbeitsgruppe (FOSA) „Psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter“, Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)
  • seit 2018 Mitglied, Lokale Psychologische Ethikkommission (LPEK), Zentrum für Psychosoziale Medizin, UKE, Hamburg-Eppendorf, UH, Hamburg
  • 2016-2024 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Nationale Präventionskonferenz (NPK)
  • 2011-2024 Mitglied, Wissenschaftliches Kuratorium, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
  • 2011-2017 Mitglied, Ethikkommission, Psychotherapeutenkammer Hamburg (PTK HH), Hamburg
  • 2010-2015 Mitglied, Vorstand, Center for Health Care Research (CHCR), UKE, Hamburg-Eppendorf, UH, Hamburg
  • 2010-2013 Mitglied, Vorstand, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG)
  • 2009-2013 Vorsitzende, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG)
  • 2006-2008 Vorstand, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
  • seit 2006 Mitglied, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
  • seit 2006 Mitglied, Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGP)
  • seit 2006 Mitglied, Deutsche Gesellschaft für medizinische Psychologie (DGMP)
  • seit 2006 Mitglied, EuroQol Research Foundation, Rotterdam, Niederlande
  • seit 2006 Mitglied, International Society for Quality of Life Research (ISOQOL)

  • seit 2024  Leiterin, Teilprojekt „KiRa-Methodenplattform: Pädiatriespezifische Methodenberatung“, NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS), NUM, Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • seit 2023 Principal Investigator am Standort Hamburg, Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)
  • 2023-2026 Leiterin, Teilprojekt „Beschreibung der Veränderung psychischer Gesundheit“, COMO-Längsschnittstudie „Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die physische und die psychische Gesundheit sowie das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen vor dem Hintergrund sozioökologischer Kontexte“, BMBF
  • 2022-2024 Sprecherin, Projekt „coverCHILD – COVID-19-Forschungsplattform für Kinder und Jugendliche“, NUM, Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie BMBF
  • 2021-2024 Co-Leiterin, Projekt „INTEGRATE-ADHD – ADHS in Deutschland – Vergleich und Integration administrativer und epidemiologischer ADHS-Diagnosedaten durch klinisches Assessment“, Innovationsausschuss, Gemeinsamer Bundesausschuss
  • seit 2020 Leiterin, COPSY-Längsschnittstudie „Corona und Psyche“, UKE Hamburg-Eppendorf, UH, Hamburg
  • 2017-2023 Leiterin, Teilprojekt „Erfassung und Epidemiologie Affektiver Dysregulation“, Projekt „ADOPT – Affektive Dysregulation – Optimierung von Prävention und Therapie“, BMBF
  • 2015-2016 Leiterin, Projekt „Adaptation des US-amerikanischen pädiatrischen Patient-Reported Outcome Measurement Information System (PROMIS) für den deutschen Sprachraum“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2012-2017 Principal Investigator, Längsschnittstudie „Kids-CAT“, BMBF
  • seit 2007 Principal Investigator für den Standort Hamburg, Studie „Health Behaviour in School-Aged Children (HBSC)“, WHO
  • 2003-2017 Principal Investigator, Teilprojekt „BEfragung zum seeLischen WohLbefinden und VerhAlten (BELLA)“, Projekt „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS)“, DFG sowie Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • 2000-2004 Principal Investigator, Projekt „KIDSCREEN - Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mittels Selbstauskunft und Fremdurteil“, Europäische Kommission (EC)

  • seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2023 Forschungs- und Innovationspreis, Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (GfR), Berlin
  • 2022 Quality of Life (QoL) Preis, Lilly Deutschland Stiftung, Bad Homburg
  • 2016 Quality of Life (QoL) Preis, Lilly Deutschland Stiftung, Bad Homburg
  • 2002 Stefan-Engel-Preis, Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ)
  • 1998 Quality of Life Preis – Preis für LQ Forschung, Lilly Deutschland Stiftung, Bad Homburg

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