Prof. Dr. Yuri I. Manin (✝︎)
- Fachbereich Mathematik
- Ort Bonn, Deutschland
- Wahljahr 2000
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Algebraische Geometrie, Zahlentheorie, Differentialgleichungen, mathematische Physik und Informatik
Yuri Manin war ein russisch-deutscher Mathematiker. Seine wichtigsten Forschungsergebnisse liegen im Bereich Algebraische Geometrie, Zahlentheorie, Differentialgleichungen, mathematische Physik und Informatik. Er hat die funktionale Mordell-Vermutung bewiesen, indem er die Technik der nach ihm benannten Gauß-Manin-Verbindung entwickelt hat.
Gemeinsam mit dem russischen Mathematiker Vaisilii Iskovskih fand Yuri Manin das erste Gegenbeispiel zur Lüroths-Vermutung. Und zusammen mit den britischen Mathematikern Michael Francis Atiyah, Nigel Hitchin und dem ukrainisch-amerikanischen Mathematiker Vladimir Drinfeld klassifizierte er selbstduale Yang-Mills-Firlds (Instantonen). Er schuf die Theorie der modularen Symbole und entdeckte das Brauer-Manin-Hindernis in der Theorie der diophantischen Gleichungen. Eine zentrale Rolle spielte er im Dialog zwischen Mathematikern und theoretischen Physikern ein, und führte die Idee des Quantencomputers ein.
Yuri Manin war ein russisch-deutscher Mathematiker. Seine wichtigsten Forschungsergebnisse liegen im Bereich Algebraische Geometrie, Zahlentheorie, Differentialgleichungen, mathematische Physik und Informatik. Er hat die funktionale Mordell-Vermutung bewiesen, indem er die Technik der nach ihm benannten Gauß-Manin-Verbindung entwickelt hat.
Gemeinsam mit dem russischen Mathematiker Vaisilii Iskovskih fand Yuri Manin das erste Gegenbeispiel zur Lüroths-Vermutung. Und zusammen mit den britischen Mathematikern Michael Francis Atiyah, Nigel Hitchin und dem ukrainisch-amerikanischen Mathematiker Vladimir Drinfeld klassifizierte er selbstduale Yang-Mills-Firlds (Instantonen). Er schuf die Theorie der modularen Symbole und entdeckte das Brauer-Manin-Hindernis in der Theorie der diophantischen Gleichungen. Eine zentrale Rolle spielte er im Dialog zwischen Mathematikern und theoretischen Physikern ein, und führte die Idee des Quantencomputers ein.
Werdegang
- 2011-2023 Professor Emeritus, Department of Mathematics, Northwestern University, Evanston, USA
- 2005-2023 Professor Emeritus, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn
- 2002-2011 Board of Trustees Professor, Department of Mathematics, Northwestern University, Evanston, USA
- 1995-2005 Direktor, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn
- 1993-2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn
- 1992-1993 Professor, Department of Mathematics, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston, USA
- 1965-1992 Professor, Lehrstuhl für Algebra, Universität Moskau, Moskau, Russland
- 1963 Habilitation, Universität Moskau
- 1960-1993 Wissenschaftlicher Leiter, Steklov Mathematik Institut, Lomonossow-Universität Moskau, Moskau, Russland
- 1960 Promotion (PhD), Steklov Mathematik Institut, Lomonossow-Universität Moskau, Moskau, Russland
Funktionen
- Mitglied verschiedener Editorial and Advisory Boards, unter anderem: Mathematical Sbornik, Uspekhi Matematicheskikh Nauk, Inventiones Mathematicae, Duke Mathematical Journal, Functional Analysis and its Applications, Crelle's Journal, Journal of Number Theory, Journal of Geometry and Physics, Advances of Mathematics, International Journal of Mathematics, American Journal of Mathematics, Algebra & Number Theory
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2011 Ehrenmitglied, London Mathematical Society, London, UK
- 2010 János Bolyai International Mathematical Prize, Hungarian Academy of Sciences, Ungarn
- 2008 Großes Verdienstkreuz mit Stern, Bundesrepublik Deutschland
- 2007 Orden pour le Mérite für Wissenschaft und Künste, Bundesrepublik Deutschland
- 2005 Auswärtiges Mitglied, Académie des Sciences, Frankreich
- 2004 Fellow, American Academy of Arts and Sciences, USA
- 2002 Georg-Cantor-Medaille, Deutsche Mathematische Vereinigung
- 2002 Internationaler König Faisal Preis für Wissenschaften, König-Faisal-Stiftung, Saudi-Arabien
- 2000 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 1999 Ehrendoktorwürde, Sorbonne University, Paris, Frankreich
- 1999 Rolf Schock Preis für Mathematik, Königlich Schwedische Akademie für Wissenschaften, Schweden
- 1996 Korrespondierendes Mitglied, Göttinger Akademie der Wissenschaften
- 1996 Mitglied, Päpstliche Akademie der Wissenschaften, Vatikanstadt
- 1994 Frederic Esser Nemmers Prize for Mathematics, Northwestern University, Evanston, USA
- 1993 Mitglied, Academia Europaea
- 1990 Korrespondierendes Mitglied, Russische Akademie der Wissenschaften, Russland
- 1990 Mitglied, Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences, Niederlande
- 1987 Brouwer-Gold-Medaille, Royal DutchMathematical Society, Niederlande
- 1967 Lenin-Preis, UdSSR
- 1963 Preis der Moskauer Mathematik Gesellschaft, Moskau, Sowjetunion