In der ersten Folge von 1652 dreht sich alles um ein sehr altes Buch. Weder besonders groß, noch besonders dick und in braunes Leder eingebunden wirkt es auf den ersten Blick fast ein wenig unscheinbar – ist aber von herausragender Bedeutung für die Leopoldina und für die Wissenschaft allgemein. Es handelt sich nämlich um die erste Ausgabe der ältesten naturwissenschaftlich-medizinischen Zeitschrift der Welt. Sie heißt „Miscellanea Curiosa“ und wird seit 1670 von der Leopoldina herausgegeben – sozusagen der Urahn von modernen Zeitschriften wie Nature und Science.
Dr. Danny Weber, Leiter der Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion der Leopoldina, und Daniela Schmidt, freie Journalistin und Moderatorin, erörtern, warum die Zeitschrift ein Meilenstein im Austausch von Wissen war. In ihr angelegt sind bereits Eigenschaften, die wir bis heute sehen, wenn es ums wissenschaftliche Publizieren geht – etwa die Verwendung einer in der gesamten Gelehrtenrepublik verstandenen Sprache, die Fokussierung auf ein wissenschaftliches Spezialgebiet und die Qualitätssicherung durch eine Begutachtung der Beiträge durch Fachkolleg/innen. Doch damit nicht genug – ohne die Miscellanea würde es die Leopoldina in ihrer heutigen Form vermutlich nicht geben. Warum, das erfahren Sie in dieser Folge.
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Der Podcast 1652
1652 ist das Gründungsjahr der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sie ist damit die älteste, dauerhaft existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt. Im gleichnamigen Podcast tauchen Dr. Danny Weber, Leiter der Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion der Leopoldina, und Daniela Schmidt, freie Journalistin und Moderatorin, tief in die Geschichte der Leopoldina ein und heben Schätze aus mehreren Jahrhunderten Wissenschafts-geschichte. In jeder Folge holt Dr. Weber ein historisches Objekt aus den Beständen des Archivs und der Bibliothek der Akademie. Das kann eine kaiserliche Urkunde aus dem 17. Jahrhundert sein, die erste Wissenschaftszeitschrift der Welt oder ein handgeschriebener Lebenslauf von Albert Einstein. Diese Objekte verraten uns nicht nur viel über die Geschichte der Leopoldina und über die Wissenschaft von früher – wir können von ihnen auch viel darüber lernen, wie heute geforscht und publiziert wird.