Mitglied im Fokus Virchow-Preis für Johan Rockström

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Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und international anerkannt für seine Forschung zu globalen Nachhaltigkeitsfragen, wird mit dem Virchow-Preis 2024 ausgezeichnet. Die Virchow-Stiftung verleiht den internationalen Preis jährlich für herausragende Beiträge zur Lösung weltweiter Gesundheitsprobleme und ehrt in diesem Jahr zwei Preistragende. Neben Johan Rockström erhält die Politik- und Systemforscherin Lucy Gilson den mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Preis. Beide Preistragende werden für ihre ganzheitlichen und systembasierten Ansätze zum Schutz der menschlichen und planetaren Gesundheit gewürdigt. Rockström ist seit 2020 Mitglied der Leopoldina.

Die Virchow-Stiftung gab bekannt, dass Johan Rockström den Preis für seinen umfassenden Ansatz zum Schutz der menschlichen und planetaren Gesundheit erhält. Den Grundstein legte Rockström mit seinem wegweisenden Konzept der planetaren Belastungsgrenzen (Planetary Boundaries) aus dem Jahr 2009, welches er mit einem internationalen Forschungsteam erarbeitete. Er bricht darin das komplexe und vernetzte biophysikalische System der Erde auf neun elementare Systeme und Prozesse herunter und definiert für diese jeweils Grenzen, deren Überschreiten das Risiko irreversibler und gravierender Umweltveränderungen erhöht. Seitdem wurde das Konzept der Planetaren Grenzen durch unzählige Beiträge aus einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen bereichert. In einem neuen Modell verknüpfte Rockström gemeinsam mit anderen Forschenden das Konzept der Planetaren Grenzen mit den Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen, um aufzuzeigen, wie diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. In einer 2023 erschienenen Studie „Safe and just Earth system boundaries” kombinierte ein Team von 40 Forschenden die Belastungsgrenzen des Planeten mit den Maßstäben der Sicherheit und Gerechtigkeit und zeigt, dass die Stabilität des Erdsystems und das Wohlergehen der Menschen eng miteinander verknüpft sind. Somit sei es notwendig, die globalen Gemeingüter zu schützen, um das Wohlergehen auch zukünftiger Generationen zu sichern. Johan Rockströms Forschungsarbeiten wirken auf den internationalen politischen Diskurs ein und schärfen das Bewusstsein für die globale Dimension des Klimawandels.

Rockström studierte Agrarwissenschaften und Philosophie in Uppsala/Schweden, Paris/Frankreich und Stockholm/Schweden. 1997 wurde er am Institut für Systemökologie der Stockholm University promoviert. Nach Stationen in der Regionalberatung und Forschungskoordination, u. a. am Institute for Water Education in Delft/Niederlande, wurde er 2004 geschäftsführender Direktor am Stockholm Environment Institute (SEI). Zudem gründete er 2007 das Stockholm Resilience Centre (SRC) an der Stockholm University. Dessen Direktor blieb er bis zum Ruf auf die Professur für Wassersysteme und globale Nachhaltigkeit der Stockholm University sowie auf die Professur am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam im Jahr 2018. Seitdem leitet Rockström gemeinsam mit Leopoldina-Mitglied Ottmar Edenhofer das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Parallel ist er in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien aktiv, etwa der „Earth Commission“ (seit 2019), einem internationalen Team aus führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die globale Erwärmung bewerten und einordnen. Neben der Mitgliedschaft in der Leopoldina, der er seit 2020 in der Sektion Geowissenschaften angehört, ist Rockström auch Mitglied der Royal Swedish Academy of Sciences, hält Ehrendoktorwürden der Universitäten Gent/Belgien und Amsterdam/Niederlande und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Prinz Albert II. von Monaco Climate Change Award (2020), dem Deutschen Umweltpreis (2015) oder dem Tyler Prize (2024).

Der Virchow-Preis würdigt außergewöhnliche Leistungen herausragender Einzelpersonen und Organisationen auf internationaler Ebene, die einen nachhaltigen Beitrag zur globalen Gesundheit leisten sowie mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (SDGs) übereinstimmen und diese unterstützen. Im Jahr 2022 wurde der Preis erstmals von der Virchow-Stiftung verliehen und steht 2024 unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Deutschen Bundestages Bärbel Bas. Die Preisübergabe findet als Festakt am 12. Oktober im Roten Rathaus Berlin statt.

Die Virchow-Stiftung gab bekannt, dass Johan Rockström den Preis für seinen umfassenden Ansatz zum Schutz der menschlichen und planetaren Gesundheit erhält. Den Grundstein legte Rockström mit seinem wegweisenden Konzept der planetaren Belastungsgrenzen (Planetary Boundaries) aus dem Jahr 2009, welches er mit einem internationalen Forschungsteam erarbeitete. Er bricht darin das komplexe und vernetzte biophysikalische System der Erde auf neun elementare Systeme und Prozesse herunter und definiert für diese jeweils Grenzen, deren Überschreiten das Risiko irreversibler und gravierender Umweltveränderungen erhöht. Seitdem wurde das Konzept der Planetaren Grenzen durch unzählige Beiträge aus einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen bereichert. In einem neuen Modell verknüpfte Rockström gemeinsam mit anderen Forschenden das Konzept der Planetaren Grenzen mit den Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen, um aufzuzeigen, wie diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. In einer 2023 erschienenen Studie „Safe and just Earth system boundaries” kombinierte ein Team von 40 Forschenden die Belastungsgrenzen des Planeten mit den Maßstäben der Sicherheit und Gerechtigkeit und zeigt, dass die Stabilität des Erdsystems und das Wohlergehen der Menschen eng miteinander verknüpft sind. Somit sei es notwendig, die globalen Gemeingüter zu schützen, um das Wohlergehen auch zukünftiger Generationen zu sichern. Johan Rockströms Forschungsarbeiten wirken auf den internationalen politischen Diskurs ein und schärfen das Bewusstsein für die globale Dimension des Klimawandels.

Rockström studierte Agrarwissenschaften und Philosophie in Uppsala/Schweden, Paris/Frankreich und Stockholm/Schweden. 1997 wurde er am Institut für Systemökologie der Stockholm University promoviert. Nach Stationen in der Regionalberatung und Forschungskoordination, u. a. am Institute for Water Education in Delft/Niederlande, wurde er 2004 geschäftsführender Direktor am Stockholm Environment Institute (SEI). Zudem gründete er 2007 das Stockholm Resilience Centre (SRC) an der Stockholm University. Dessen Direktor blieb er bis zum Ruf auf die Professur für Wassersysteme und globale Nachhaltigkeit der Stockholm University sowie auf die Professur am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam im Jahr 2018. Seitdem leitet Rockström gemeinsam mit Leopoldina-Mitglied Ottmar Edenhofer das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Parallel ist er in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien aktiv, etwa der „Earth Commission“ (seit 2019), einem internationalen Team aus führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die globale Erwärmung bewerten und einordnen. Neben der Mitgliedschaft in der Leopoldina, der er seit 2020 in der Sektion Geowissenschaften angehört, ist Rockström auch Mitglied der Royal Swedish Academy of Sciences, hält Ehrendoktorwürden der Universitäten Gent/Belgien und Amsterdam/Niederlande und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Prinz Albert II. von Monaco Climate Change Award (2020), dem Deutschen Umweltpreis (2015) oder dem Tyler Prize (2024).

Der Virchow-Preis würdigt außergewöhnliche Leistungen herausragender Einzelpersonen und Organisationen auf internationaler Ebene, die einen nachhaltigen Beitrag zur globalen Gesundheit leisten sowie mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (SDGs) übereinstimmen und diese unterstützen. Im Jahr 2022 wurde der Preis erstmals von der Virchow-Stiftung verliehen und steht 2024 unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Deutschen Bundestages Bärbel Bas. Die Preisübergabe findet als Festakt am 12. Oktober im Roten Rathaus Berlin statt.

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