Wolfgang Wahlster erforscht seit 50 Jahren neue Methoden der Mensch-Technik-Interaktion und entwickelt personalisierte Sprachdialogsysteme. Unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ arbeitet er an Schnittstellen, mit denen Menschen und Roboter als Team zusammenarbeiten können. Zentral sind hierbei Algorithmen, die ständig dazulernen, sich dem Benutzer anpassen und Prozesse optimieren. In diesem Feld hat er zahlreiche Forschungsprojekte mitinitiiert und geleitet, beispielsweise für Fahrerassistenzsysteme im Auto, Assistenzsysteme für Seniorinnen und Senioren, spontansprachliche Dolmetschersysteme und Werkassistenzsysteme für die Fabrik der Zukunft.
Wolfgang Wahlster war von 1982 bis 2018 Inhaber des Informatik-Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes. Seit 1988 war er wissenschaftlicher Gründungsdirektor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und von 1996 bis 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung. Seit 2019 ist er Chief Executive Advisor am DKFI. Für seine Forschung wurde Wolfgang Wahlster bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 2025 die Rudolf-Diesel-Medaille vom Deutschen Institut für Erfindungswesen, 2013 den Donald E. Walker Distinguished Service Award des Weltverbandes für Künstliche Intelligenz und 2001 den Deutschen Zukunftspreis. Zudem wurde er 2019 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Eine Ehrendoktorwürde verliehen Wolfgang Wahlster bereits u. a. die Technische Universität Prag/Tschechien, die Universität Linköping/Schweden sowie die Universität Maastricht/Niederlande.
Die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik wird seit 1987 alle zwei Jahre von der Gesellschaft für Informatik vergeben. Es ist die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Vergeben wird die Medaille an Personen, die mit herausragenden Leistungen in Forschung, Technik oder Anwendung das Gebiet der Informatik vorangebracht haben.