European Academies Research Initiative (EARI)
Die European Academies Research Initiative (EARI) ist der Zusammenschluss europäischer Nationaler Wissenschaftsakademien mit dem Ziel, sich zu Themen der Wissenschaftsgeschichte zu vernetzen. Ausgehend von einem ersten Forschungsprojekt zu „Akademien im Kriege“, das die Haltung der europäischen Akademien im zeitgeschichtlichen Umfeld des Ersten Weltkriegs untersuchte, hat sich EARI in den vergangenen Jahren auf die Epoche des Kalten Kriegs in Europa fokussiert. Die Initiative nimmt zunehmend auch wissenschaftssoziologische und wissenschaftsphilosophische Themen in den Blick.
Zuletzt bearbeitet: 18. März 2026
Publikationen, Ressourcen und Veranstaltungen
- Website der European Academies Research Initiative
- Call for Papers: The Role of Academies in the Co-Evolution of Science and the State (PDF, 206 KB)
- • Acta Historica Leopoldina 68: „Krieg der Gelehrten“ und die Welt der Akademien 1914-1924
- • Acta Historica Leopoldina 72: Europäische Wissenschaftsakademien im „Krieg der Geister“. Reden und Dokumente 1914 bis 1920
- • Acta Historica Leopoldina 75: Akademien im Kriege, Académies en guerre, Academies in war
- • Acta Historica Leopoldina 78: Blockades of the Mind – Science, Academies and the Aftermath of the Great War
Im Jahr 2014 hatten die Royal Society (London), die Académie des sciences (Paris) und die Leopoldina ein internationales Projekt zur vergleichenden Geschichte europäischer Akademien während des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Leopoldina-Mitglied Wolfgang U. Eckart † (Heidelberg), Leopoldina-Mitglied Claude Debru (Paris) und Robert Fox (Oxford) haben Forschende aus mehr als zehn europäischen und nicht-europäischen Ländern im Rahmen dreier Tagungen die Positionierung und Aktivitäten verschiedener Akademien und akademischer Vereinigungen im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts diskutiert. Die Ergebnisse dieser Tagungen sind in den Bänden Acta Historica Leopoldina 68, 72, 75 und 78 erschienen.
In Erweiterung dieser Forschungsaktivität haben sich im Sommer 2019 die Nationalakademien sieben europäischer Länder zu einem lose verbundenen internationalen Forschungsnetzwerk zusammengetan. Das Ziel: Die bisher nur punktuell durchgeführte Forschung zur europäischen Akademien- und Wissenschaftsgeschichte zusammenzubringen, zu fördern und neue Erkenntnisse in vergleichender Perspektive hervorzubringen.
In gemeinsamen Veranstaltungen diskutiert die EARI Fragen nach dem Verhältnis von Akademien, Wissenschaft und Politik in Geschichte und Gegenwart, nach der Rolle und Funktionsweise von Science Diplomacy oder auch nach dem Verhältnis westlicher und östlicher Akademien im Kalten Krieg.
EARI-Mitgliedsakademien
- Académie des sciences
- Accademia Nazionale dei Lincei
- Königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften
- Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Royal Society of London
- Tschechische Akademie der Wissenschaften
- Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste
EARI Steering Committee
- Prof. Karine Chemla, Académie des sciences und Leopoldina
- Prof. Heiner Fangerau, Leopoldina
- Prof. Johannes Feichtinger, Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Dr. Martin Franc, Tschechische Akademie der Wissenschaften
- Prof. Uta Frith, Leopoldina und Royal Society
- Prof. Karl Grandin, Königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften
- Prof. Dieter Hoffmann, Leopoldina
- Prof. Giovanni Paoloni, Accademia Nazionale dei Lincei
- Dr. Filip Tomič, Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste