Prof. Dr. Christian Kurts

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  • Fachbereich Mikrobiologie und Immunologie
  • Ort Bonn, Deutschland
  • Wahljahr 2014

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Immunologie, Periphere Immuntoleranz, Nierenerkrankungen, Impfstrategien, Kreuzpräsentation, Dendritische Zellen
Christian Kurts ist Immunologe und Nephrologe. Mit seiner Forschung hat er wichtige Mechanismen der Immunologie aufgeklärt. So beschrieb er den Mechanismus der Kreuzpräsentation, der die Immunabwehr gegen Viren und Tumoren ermöglicht. Außerdem erforscht Kurts immunvermittelte Krankheiten, speziell Nierenerkrankungen, und sucht nach wirksamen Impfstrategien. Mit seiner Forschung will er neue Regulationsmöglichkeiten identifizieren, um gewünschte Immunantworten zu fördern und unerwünschte zu hemmen.
Christian Kurts beschrieb den Mechanismus der Kreuzpräsentation, der die Immunabwehr gegen Viren und Tumoren ermöglicht. Hierbei spielen sogenannte T-Zellen eine entscheidende Rolle. Sie verteidigen unseren Körper vor Infektionen, sie bekämpfen und zerstören Krankheitserreger. Damit das funktioniert, müssen die T-Zellen durch andere Zellen aktiviert werden. Kurts fand heraus, dass die dendritischen Zellen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie erkennen Infektionen in verschiedenen Geweben, nehmen das Material auf und aktivieren dann die T-Killerzellen. Dieser Mechanismus ist inzwischen bekannt unter der Bezeichnung „Kreuzpräsentation“. Er hat eine wesentliche Bedeutung für die Immunabwehr gegen Viren, Tumoren und bei Impfungen.
Sein Team konnte auch nachweisen, dass dendritische Zellen auch schädliche zytotoxische T-Zellen zerstören können und dadurch eine Beschädigung des eigenen Körpers verhindern (periphere Immuntoleranz). Funktioniert der Mechanismus nicht, entstehen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ I oder Glomerulonephritis.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der Immunabwehr gegen Harnwegsinfekte, die zu den häufigsten Infektionen gehören. Hier konnte Kurts die zellulären Immunmechanismen aufklären und einen Einfluss der Ernährung nachweisen.
Mit seiner Forschung trägt Christian Kurts zum besseren Verständnis der Immunpathologien bei chronischen Entzündungen, Autoimmunkrankheiten und Tumorerkrankungen bei. Sein Ziel sind neue Therapien, die lokale Immunantworten regulieren können.

  • 2019 Honorarprofessor Universität Melbourne, Australien
  • seit 2009 Direktor des Instituts für Molekulare Medizin und Experimentelle Immunologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • seit 2003 Professor (C3) für molekulare Immunologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 2002-2002 Gastwissenschaftler, La Jolla Institute for Allergy and Immunology, San Diego, USA
  • 2000-2003 Leiter einer Nachwuchsforschungsgruppe, Abteilung für Nephrologie und klinische Immunologie, RWTH Aachen
  • 2000 Facharzt für Innere Medizin und Zusatz Nephrologie
  • 1999 Habilitation in Experimenteller Nephrologie
  • 1998-2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt, Abteilung Nephrologie, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
  • 1995-1998 Forschungsstipendiat, Walter and Eliza Hall Institute for Medical Research (WEHI) und Department of Microbiology, Monash Medical School, Melbourne, Australien
  • 1991-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt, Abteilung Nephrologie, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
  • 1991 Promotion am Institut für Immunologie, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1985-1991 Studium der Physik und Medizin in Göttingen

  • seit 2020 Stellvertretender Obmann der Sektion 13 (Mikrobiologie und Immunologie) der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2018 Mitglied im Vorstand des Exzellenzclusters “ImmunoSensation²”
  • 2012-2018 Mitglied im Vorstand des Exzellenzclusters „ImmunoSensation“

  • seit 2015 Sprecher des Internationalen Graduiertenkollegs „Myeloid antigen presenting cells and the induction of adaptive immunity“, Universität Bonn gemeinsam mit der Universität Melbourne, Australien
  • 2013-2021 Co-Sprecher SFB 704 „Molecular Mechanisms and Chemical Modulation of Local Immune Regulation“, Koordination der Projekte der Medizinischen Fakultät
  • 2012-2020 Co-Sprecher SFB TR57 „Organ-Fibrose“ (Aachen / Bonn), Koordination des Bonner Standortes

  • seit 2014 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2012 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2010 Hans U. Zollinger-Preis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie
  • 2001 Heisenberg-Stipendium der DFG
  • 1999 Sir Hans Krebs-Preis für medizinische Grundlagenforschung
  • 1992 Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie
  • 1986 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

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