Der Geophysiker Karl-Heinz Glaßmeier forscht u. a. zu planetaren Magnetfeldern und Plasmen im Weltraum. Seine Magnetfeldmessinstrumente wurden auf vielen Weltraummissionen genutzt. Zudem war er in leitender Funktion an NASA- und ESA-Missionen beteiligt, darunter JUICE zur Erforschung der Jupitermonde und THEMIS/ARTEMIS zur Untersuchung der Einflüsse von Sonnenwinden auf die Erdatmosphäre. In den letzten Jahren widmete sich Glaßmeier verstärkt den Fragen der nachhaltigen Raumfahrt. In seinem Vortrag wird er erklären, wie die Überreste verglühter Satelliten die Atmosphäre verändern können. Schon jetzt sammeln sich beispielsweise erhöhte Mengen Aluminium in der Stratosphäre über den Polarregionen und könnten als Katalysator für chemische Prozesse fungieren.
Vor der Leopoldina-Vorlesung überreicht Leopoldina-Präsidentin Prof. Dr. Bettina Rockenbach um 17:00 Uhr Akademie-Mitgliedern der Klasse I – Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften ihre Urkunden. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, der Eintritt ist frei.
Am Folgetag der Leopoldina-Vorlesung, am Donnerstag, 19. Februar, veranstaltet die Klasse I – Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften ein Fachsymposium zum Thema „Verglühende Satelliten: Ein Risiko für die Atmosphäre und uns?“ Vorträge widmen sich u. a. den grundlegenden chemischen und physikalischen Prozessen der oberen Atmosphäre, Einflüssen von künstlichen und natürlichen Objekten, Grenzen des erdnahen Orbits sowie Standards für nachhaltige Weltraumaktivitäten.