Deutschland und Brasilien verfügen über erhebliche Möglichkeiten im Bereich der Süßwasseraquakultur – nutzen diese bislang jedoch nur unzureichend. In dem im Juni vorgestellten Bericht „Advancing sustainability and circularity in aquaculture to build a resilient global food system“ formulieren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Brasilien und Deutschland daher praxisnahe Empfehlungen, wie dieses Potenzial besser genutzt werden kann – etwa durch vereinfachte Genehmigungsverfahren, die Integration nachhaltiger Süßwasseraquakulturprodukte in die Verpflegungsangebote öffentlicher Einrichtungen sowie lokal angepasste Managementpraktiken.
Das Webinar am 3. September, Teil der Leopoldina International Virtual Panel Reihe, bietet die Gelegenheit, gemeinsam mit Stakeholdern aus beiden Ländern zentrale Handlungsoptionen zu identifizieren, Lösungsansätze zu diskutieren und von den Erfahrungen zweier unterschiedlicher, aber komplementärer Aquakulturkontexte in Brasilien und Europa zu lernen.
Am virtuellen Podiumsgespräch beteiligen sich Dr. Christopher Shaw vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Ivã Guidini Lopes, Ph.D., von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften, Ives Feitosa Duarte vom Brasilianischen Ministerium für Fischerei und Aquakultur (MPA), Stefan Hübner vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, João Manoel Cordeiro Alves von der Brazilian Association of Fish Farming (PEIXE BR) sowie Mark Saalmann von der Kaiserzander GmbH. Moderiert wird die Veranstaltung von der freien Journalistin und Autorin Tanja Busse.
Die Veranstaltung richtet sich an alle fachlich Interessierten. Sie findet online via Zoom und in englischer Sprache statt.