Human Rights Committee der Leopoldina
Wenn Wissenschaft unter Druck gerät, sind oft einzelne Forschende betroffen. Das Human Rights Committee (HRC) der Leopoldina setzt sich dafür ein, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler frei und sicher arbeiten können – ohne politischen Druck, Zensur oder Angst.
Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2026
Individuelle Unterstützung
Seit der Gründung im Jahr 2001 unterstützt das HRC bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Während andere Organisationen vor allem zeitlich begrenzte Exilprogramme anbieten, ergänzt das HRC diese Hilfe durch gezielte Advocacy-Aktivitäten für Betroffene.
Durch Schreiben an Staats- und Regierungschefinnen und -chefs sowie diplomatische Vertretungen macht das HRC auf konkrete Einzelfälle aufmerksam. Ziel ist es, missbräuchliche oder politisch motivierte Verfahren zu stoppen, Haft zu beenden, Reiseverbote aufzuheben oder die Rückkehr in Forschung und Lehre zu ermöglichen.
Jede Intervention wird sorgfältig geprüft; das HRC handelt unabhängig, unparteiisch und faktenbasiert. Maßgebliche Orientierung bietet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Sensibilisierung für Menschenrechtsschutz
Eine weitere Aufgabe des HRC ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Menschenrechtsfragen in der Wissenschaft durch Stellungnahmen, Publikationen und Tagungen.
Regelmäßig richtet das HRC das Symposium „Human Rights and Science“ aus, in dem Menschenrechtsaspekte im Kontext ethischer, gesellschaftlicher und politischer Fragen diskutiert werden. Die Treffen stärken zudem die Vernetzung mit ähnlichen Gremien anderer Akademien in Europa.
Das HRC ist seit 2003 Mitglied im International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN).