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Mitglied im Fokus | Dienstag, 17. September 2019

Jutta Gärtner mit Hamburger Wissenschaftspreis geehrt

Die Kinderärztin und Spezialistin für Neuropädiatrie Prof. Dr. Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), erhält den Hamburger Wissenschaftspreis 2019. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg zeichnet damit ihre Arbeiten auf dem Gebiet der seltenen angeborenen neurometabolischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus.

Jutta Gärtner betreibt translationale Forschung in der Kinder- und Jugendmedizin. Sie hat zahlreiche Originalarbeiten zu seltenen neurometabolischen Erkrankungen publiziert und durch ihre Forschungsarbeiten neue Krankheitsbilder entdeckt und beschrieben. Damit legte Jutta Gärtner entscheidende Grundlagen, um den Zellstoffwechsel im kindlichen Gehirn besser zu verstehen, und öffnete so Wege für die Entwicklung neuer Therapien.

Jutta Gärtner studierte Humanmedizin an der Katholischen Universität Leuven (Belgien) sowie an der Universität Hamburg. Nach Approbation und Promotion ging sie 1988 als Postdoktorandin und Ärztin in die USA. 1995 wurde sie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf habilitiert. Seit 2002 ist sie Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen mit dem Schwerpunkt Pädiatrische Neurologie. Jutta Gärtner wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 1996 erhielt sie den Gerhard Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), im Jahr 1990 den Child Research Award der US-National Institutes of Health (NIH) und 2014 das Reinhart Koselleck Projekt der DFG. Seit 2014 ist Jutta Gärtner Mitglied der Leopoldina.  

Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve gestiftet. Die feierliche Preisverleihung findet am 8. November 2019 im Hamburg statt. Der Hamburger Wissenschaftspreis 2019 ist dem Thema „Angeborene seltene Erkrankungen“ gewidmet. Ziel ist, scheinbar seltene Erkrankungen in Deutschland sichtbarer zu machen und das Forschungsgebiet weiter zu fördern.

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