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Wissenschaftsdiplomatie

Wissenschaftsdiplomatie

Wissenschaft und Forschung kennen keine Grenzen. Die Wissenschaftsdiplomatie setzt auf die Reputation, Vernetzung und das gesamte Repertoire der Wissenschaft zur Verbesserung der internationalen Beziehungen. Wissenschaftsdiplomatie kann dabei ein einflussreiches Instrument sein, um Brücken zwischen Gesellschaften zu bauen und gemeinsame Strategien zur Überwindung globaler Herausforderungen zu entwickeln. Sie verteidigt auch universelle Menschenrechte und wirkt aktiv in multilateralen Prozessen mit.

Wissenschaftsdiplomatie ist vielfältig. Wenn offizielle Kanäle eingeschränkt sind, kann die Wissenschaft helfen, Vertrauen wiederherzustellen und Glaubwürdigkeit aufzubauen. Gleichzeitig trägt die Wissenschaftsdiplomatie zur Vertiefung bestehender Partnerschaften und zum besseren gegenseitigen Verständnis in den internationalen Beziehungen bei. Sie ermöglicht einen konstruktiven Dialog über nationale und kulturelle Grenzen hinweg, weil sie auf die universelle Sprache der Wissenschaft setzt und sich an den Werten und Standards der Wissenschaft orientiert. Wissenschaftsdiplomatie unterstützt zudem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Welt, die Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Eine weitere Dimension besteht darin, wissenschaftliche Expertise zur Überwindung globaler Herausforderungen und akuter Krisen zu nutzen.

Die Leopoldina ist in unterschiedlicher Form in der Wissenschaftsdiplomatie aktiv:

Human Rights Committee der Leopoldina

Das Human Rights Committee (HRC) der Leopoldina setzt sich weltweit für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Arbeit Repressalien ausgesetzt sind. Die Leopoldina ist Mitglied im International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN).

Westbalkan-Prozess / Berliner Prozess

Die Leopoldina koordiniert seit 2014 die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-Prozesses / Berliner Prozesses. Diese Plattform versammelt nationale Vertreterinnen und Vertreter der Bildungs- und Wissenschaftssysteme aus 16 europäischen Ländern. Sie gibt Empfehlungen an die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs für die Verbesserung der Bildungs- und Wissenschaftssysteme in Verbindung mit dem EU-Beitritt der Balkanländer und ermöglicht eine stärkere regionale Zusammenarbeit in Südosteuropa.

Internationale Beratungsgremien

Leopoldina-Präsident Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug vertritt die Bundesregierung im European Science Advisors Forum (ESAF), dem Forum der wissenschaftlichen Chefberater der EU-Mitgliedsstaaten. Prof. Dr. Jörg Hacker, Alt-Präsident der Leopoldina, war zudem zwischen 2014 und 2016 ad personam Mitglied des Scientific Advisory Board des UN-Generalsekretärs (UNSAB). Im UNSAB haben 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt den UN-Generalsekretär zu Nachhaltigkeitsfragen mit globaler Dimension beraten.

Publikationen

„Science Diplomacy: Translating Science into International Affairs. The contribution of the German National Academy of Sciences Leopoldina“ (PDF)

Marina Koch-Krumrei, Lucian Brujan with contributions from Ruth Narmann and Christian Weidlich, in: Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie e.V. (Hrsg.): Bunsen-Magazin 1/2022, Frankfurt, S. 17-19.

KONTAKT

Leopoldina

Dr. Marina Koch-Krumrei

Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen

Tel. 0345 - 47 239 - 830
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail marina.koch-krumrei (at)leopoldina.org