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Westbalkan-Prozess – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

Ständige Konferenz der nationalen Stakeholder der Wissenschafts- und Bildungssysteme im Rahmen des Westbalkan-Prozesses / Berliner Prozesses

Westbalkan-Prozess – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

Der Westbalkan-Prozess – auch bekannt als Berliner Prozess – ist eine gemeinsame Initiative 16 europäischer Länder und der Europäischen Kommission. Der Prozess unterstützt die Heranführung der Westbalkan-Länder an die Europäische Union und deren EU-Beitritt sowie die Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit. Dies umfasst Bereiche wie die Lösung bilateraler Probleme, die Konsolidierung der Rechtsstaatlichkeit, die Konnektivität und wirtschaftliche Entwicklung sowie eine stärkere Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und beim zwischengesellschaftlichen Dialog.

Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel fand am 28. August 2014 die Auftaktkonferenz für den Westbalkan-Prozess auf Ebene der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs in Berlin statt. Die nachfolgenden Gipfeltreffen fanden im August 2015 in Wien (Österreich), im Juli 2016 in Paris (Frankreich), im Juli 2017 in Triest (Italien), im Juli 2018 in London (Großbritannien), im Juli 2019 in Poznań (Posen / Polen), im November 2020 in Sofia (online) und im Juli 2021 in Berlin (online) statt.

17 Parteien sind derzeit am Prozess beteiligt: die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Österreich, Polen, Serbien, Slowenien und das Vereinigte Königreich sowie die Europäische Kommission.

Westbalkan-Prozess / Berliner Prozess – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

Auf Bitten der Bundesregierung hat die Leopoldina als Nationale Akademie die Federführung im Bereich Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft übernommen. Die Leopoldina brachte zentrale nationale Stakeholder der Bildungs- und Wissenschaftssysteme in einer neugegründeten Plattform zusammen, in der sogenannten Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-Prozesses.

Die erste Konferenz fand 2015 in Halle und Berlin statt und bildete den Ausgangspunkt für eine Reihe von jährlichen Konferenzen jeweils gemeinsam ausgerichtet mit der Nationalen Akademie des Gastgeberlandes der Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Darauffolgend fand die zweite Konferenz 2016 in Wien (Österreich) statt. Die dritte Konferenz fand 2017 in Paris (Frankreich), die vierte Konferenz 2018 in Rom (Italien), die fünfte Konferenz 2019 in London (Großbritannien) und die sechste im Juli 2021 (online) statt.

Den Kreis der Stakeholder bilden Nationalakademien, Rektorenkonferenzen, Forschungsorganisationen sowie herausragende, ad personam eingeladene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter von (internationalen) Organisationen, der Europäischen Kommission, nationaler Regierungen sowie Botschaften der beteiligten Länder (diese können jeweils als Beobachtende eingeladen werden).

Die Konferenzen beschäftigen sich mit den Herausforderungen und Lösungs- und Verbesserungsmöglichkeiten für die Bildungs- und Wissenschaftssysteme auf dem Westbalkan und in Südosteuropa. Die Ergebnisse werden in Gemeinsamen Stellungnahmen oder Communiqués zusammengefasst. Sie fließen in die jährlichen Westbalkan-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs ein.

KONTAKT

Leopoldina

Lucian Brujan

Referent der Abteilung Internationale Beziehungen

Tel. 0345 - 47 239 - 836
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail lucian.brujan (at)leopoldina.org