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Mitglied im Fokus | Montag, 1. April 2019

Volker Springel erhält Preis für Astrophysikalische Software der Astronomischen Gesellschaft

Der Physiker Volker Springel, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Mitglied der Leopoldina, wird für seine Arbeiten zu astrophysikalischen Computerprogrammen mit dem Preis für Astrophysikalische Software ausgezeichnet. Die Verleihung findet im September 2019 statt.

Volker Springels Fokus liegt auf der Bildung von Galaxien. Er entwickelt Computerprogramme, um aufzuklären, wie Schwerkraft, Hydrodynamik, Kern-, Atom- und Strahlungsphysik zusammenwirken und dabei kosmische Objekte produzieren. Er hat eines der weltweit meist benutzten Programme in der Kosmologie entwickelt, den Simulationscode GADGET. Auf diesem Code basiert seine „Millennium-Simulation“, die die zeitliche Entwicklung des Kosmos über sein gesamtes Alter abbildet. Bis heute wird sie in zahlreichen wissenschaftlichen Filmen und Planetarien gezeigt.

Volker Springel studierte Physik an der Universität Tübingen und wurde 1999 nach seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Von 2003 bis 2005 hatte er eine Tenure-Track-Position am Max-Planck-Institut für Astrophysik inne und war dort von 2005 bis 2010 Forschungsgruppenleiter. Von 2010 bis 2018 war Springel Professor an der Universität Heidelberg und leitete eine Forschungsgruppe für Theoretische Astrophysik am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Seit 2018 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching und Honorarprofessor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Leopoldina wählte Volker Springel 2016 in die Sektion Physik.

Der Preis für Astrophysikalische Software wird seit 2018 von der Astronomischen Gesellschaft verliehen und zeichnet besondere Leistungen zum Design und zur Entwicklung von astrophysikalischen Computer-Programmen aus, die zu erheblichen Fortschritten in der astrophysikalischen Erkenntnis geführt haben.

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