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Prof. Dr.

Benjamin List

Wahljahr: 2018
Sektion: Chemie
Stadt: Mülheim an der Ruhr
Land: Deutschland
CV Benjamin List - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Organokatalyse, Katalysekonzepte, Prolin-katalysierte intermolekulare Aldol-Reaktion, Asymmetrische Katalyse, Textilorganische Katalyse

Benjamin List ist Chemiker. Er hat das Gebiet der Organokatalyse mitbegründet und entwickelt darin neue Katalysekonzepte. Organokatalysatoren werden zum Beispiel in der Herstellung von Medikamenten eingesetzt. Ihr Vorteil ist, dass sie ohne teure Metallverbindungen auskommen, die oft gesundheits- und umweltschädlich sind.

Benjamin List hat die natürliche Aminosäure Prolin als effizienten Katalysator entdeckt (Prolin-katalysierte intermolekulare Aldol-Reaktion) und damit die Organokatalyse möglich gemacht. Damit konnten erstmals Naturstoffe und nicht Metalle als Katalysatoren in der Chemie eingesetzt werden. Bis dahin wurden fast ausschließlich metallhaltige Katalysatoren verwendet. Die organischen Katalysatoren sind jedoch leichter wiedergewinnbar und in der Regel weniger toxisch als Metallkatalysatoren. Sie tragen damit zu einer nachhaltigeren und ressourceneffizienteren Chemie bei, da fast 80 Prozent aller chemischen Erzeugnisse mithilfe von Katalysatoren hergestellt werden.

Mit seinem Team hat Benjamin List neue Prinzipien für die Asymmetrische Katalyse (Asymmetric Counteranion-Directed Catalysis, ACDC) und die Textilorganische Katalyse entdeckt. Bei der Textilorganischen Katalyse werden lösliche organische Katalysatoren an textile Materialien angebunden. Das Prinzip könnte helfen, dort Wasser aufzubereiten, wo Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten sind.

Werdegang

  • seit 2005 Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr
  • seit 2005 Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
  • seit 2004 Honorarprofessor an der Universität zu Köln
  • 2003-2005 Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
  • 1999-2003 Assistant Professor (Tenure Track) am Scripps Research Institute, La Jolla, USA
  • 1997-1998 Postdoc am Scripps Research Institute
  • 1997 Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt
  • 1993 Diplom an der Freien Universität Berlin

Funktionen

  • seit 2015 Chef-Herausgeber „Synlett”
  • 2012-2014 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung
  • seit 2011 Herausgeber „Synlett”
  • seit 2010 Mitglied des Editorial Advisory Panel „Nature Communications”
  • seit 2008 Mitglied des Editorial Advisory Board „Beilstein Journal of Organic Chemistry”
  • seit 2005 Herausgeber „Synfacts”
  • 2005-2014 Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms (SPP) 1179 „Organokatalyse“
  • 2005-2011 Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms (SPP) 1179
  • 2008-2009 Herausgeber „Asymmetric Organocatalysis, Topics in Current Chemistry”
  • 2006 Herausgeber „Organocatalysis, Chemical Reviews”
  • 2004 Co-Herausgeber Special Edition „Organocatalysis“ von „Adv. Synth. Cat”
  • 2004 Co-Herausgeber Special Edition „Enantioselective Organocatalysis“ von „Accounts on Chemical Research”

Projekte

  • 2005-2011 DFG-Projekt „Entwicklungen neuer Strategien und Konzepte zur Lösung verbliebener Probleme der asymmetrischen Aminokatalyse“, Teilprojekt zu SPP 1179 „Organokatalyse“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2018 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2017 Prof. U. R. Ghatak Endowment Lecture, Kalkutta, Indien
  • 2017 Ta-shue Chou Lectureship, Institute of Chemistry, Academia Sinica, Taipei, Taiwan
  • 2016 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2015 Carl Shipp Marvel Lectures, University of Illinois at Urbana-Champaign, USA
  • 2014 Thomson Reuters Highly Cited Researcher
  • 2014 Cope Scholar Award, USA
  • 2013 Ruhrpreis, Mülheim
  • 2013 Mukaiyama Award, Japan
  • 2013 Horst Pracejus-Preis
  • 2012 Otto Bayer-Preis
  • 2012 Novartis Chemistry Lectureship Award
  • 2011 Boehringer-Ingelheim Lectureship, Harvard University, USA
  • 2011 ERC Advanced Grant
  • 2009 Thomson Reuters Citation Laureate
  • 2009 Organic Reactions Lectureship, USA
  • 2009 Boehringer-Ingelheim Lectureship, Kanada
  • 2008 Visiting Professor der Sungkyunkwan University, Korea
  • 2007 AstraZeneca Preis in organischer Chemie
  • 2007 OBC-Lecture Award
  • 2007 Preis des Fonds der Chemischen Industrie
  • 2006 100 Masterminds of Tomorrow, Deutschland
  • 2006 JSPS Fellowship Award, Japan
  • 2006 Wiechert Lectureship, Freie Universität Berlin
  • 2005 Novartis Young Investigator Award in Chemistry
  • 2005 AstraZeneca European Lecturer 2005
  • 2005 Visiting Professor der Gakushuin University, Tokyo, Japan
  • 2005 Lectureship Award der Society of Synthetic Chemistry, Japan
  • 2004 Lieseberg-Preis der Universität Heidelberg
  • 2004 Dozentenstipendium des Fonds der Chemischen Industrie
  • 2004 Degussa Prize for Chirality in Chemistry
  • 2003 Carl Duisberg-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker
  • 2000 Synthesis-Synlett Journal-Preis
  • 1997 Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • 1994 NaFöG-Preis der Stadt Berlin

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