Leopoldina Menü

Leopoldina Home

Mitglieder

Mitgliederverzeichnis | Expertensuche

Suchen Sie unter den Mitgliedern der Leopoldina nach Expertinnen und Experten zu Fachgebieten oder Forschungsthemen.

Neue Suche

Prof. Dr.

Jens Taubenheim

Wahljahr: 1983
Sektion: Geowissenschaften
Stadt: Berlin
Land: Deutschland

Forschung

Jens Taubenheim begann seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Atmosphärenphysik 1954 im Heinrich-Hertz-Institut der DDR-Akademie der Wissenschaften zu Berlin mit der Konzipierung und Anleitung eines Beobachtungsprogramms der Radarsondierung der Ionosphäre vom Erdboden aus, in Vorbereitung der Beteiligung des Instituts am Internationalen Geophysikalischen Jahre 1957/1958. In der Folge zeichnete sich seine Arbeit durch multidisziplinäres Herangehen an die physikalischen Kopplungen zwischen den hohen Atmosphärenschichten der Erde und den astrophysikalischen Aktivitätsprozessen der Sonne aus, die heute mit dem Sammelbegriff der Solar-Terrestrischen Physik (STP) beschrieben werden.

Ab 1967 gehörte seine Gruppe zum Zentralinstitut für Solar-Terrestrische Physik der AdW der DDR, wo er sich erfolgreich Untersuchungen zuwandte, bei denen bodengebunden gewonnene Beobachtungsdaten als Grundlage zu einer ‚Diagnostik’ von externen (solaren) und internen (im wesentlichen meteorologischen) Einwirkungsfaktoren auf die Hochatmosphäre dienen.

Für die Dauer einer Amtsperiode (1976-1981) war er Direktor des ZISTP. Als in den Folgejahren das Institut sich stärker den aktuellen Fragestellungen der langfristigen Umweltveränderungen zuwandte, erwiesen sich nach wie vor seine methodischen Ansätze als geeignet, eine klimabedingte Abkühlung der mittleren Atmosphäre (Mesosphäre) nachzuweisen.

Aus der unmittelbar mit seinem Forschungsgebiet verbundenen Lehrtätigkeit an der Universität leitete J. Taubenheim nützliche methodische Schlüsse für die Behandlung von Problemen ab, die bei der statistischen Interpretation von geophysikalischen und meteorologischen Daten auftreten. Die von ihm 1969 hierüber verfasste Monographie wurde von einer ganzen Generation von Studenten hoch geschätzt und genutzt.

Jens Taubenheim started his work on atmospheric physics in 1954 at the Heinrich Hertz Institute of the German Academy of Sciences at Berlin (GDR) with instructing an observatory programme of radiowave (radar) soundings of the ionosphere, in preparation of the institute’s contribution to the International Geophysical Year 1957/1958. Then he distinguished himself by multi-disciplinary investigations of physical links of the Earth’s upper atmospheric regions to the astrophysical activity of the Sun, today summarized under the collective term Solar-Terrestrial Physics (STP). Starting in 1967 his group belonged to the staff of the Central Institute of Solar Terrestrial Physics (ZISTP) of the GDR Academy of Sciences, where he successfully engaged himself in studies using ground-based observational data series as the basis for a ‘diagnostics’ of external (solar) and internal (meteorological) impacts upon the upper atmosphere. For one term of office, 1976-1985, he had been Director of the ZISTP. When later the institute turned to topical problems of long-term environmental changes of the atmosphere, his methodical approaches were able to prove a climatic cooling in the middle atmosphere (mesosphere).

Teaching at the University, directly connected to his field of research, J. Taubenheim derived valuable methodical conclusions for particular problems encountered in the statstical interpretation of geophysical and meteorological data. In 1969, he wrote a related textbook (in German) which became an eagerly used and highly appreciated reference for a whole generation of students.

KONTAKT

Leopoldina

Archiv


Emil-Abderhalden-Str. 35
06108 Halle (Saale)

Tel. 0345 - 47 239 - 120
Fax 0345 - 47 239 - 139
E-Mail archiv @leopoldina.org