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Prof. Dr.

Ralf Bartenschlager

Wahljahr: 2013
Sektion: Mikrobiologie und Immunologie
Stadt: Heidelberg
Land: Deutschland
CV Ralf Bartenschlager - Deutsch (PDF)
CV Ralf Bartenschlager - Englisch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Molekulare Virologie, Immunantwort, Replikationszyklus von Flaviviren, Pathogenese hepatotroper Viren, antiviraler Wirkstoffe

Ralf Bartenschlager ist Virologe und arbeitet auf dem Gebiet der molekularen Virologie der Flaviviridae. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Besonderen auf der Erforschung der Biologie von Flaviviren. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen das Dengue-Virus, das weltweit häufigste durch Stechmücken übertragene virale Pathogen, sowie das Hepatitis C-Virus, einer der Haupterreger akuter und chronischer Lebererkrankungen.

Ralf Bartenschlager hat auf diesen Gebieten wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Erforschung des Lebenszyklus der beiden Erreger geleistet. Unter anderem entwickelte er die ersten Zellkultursysteme für das Hepatitis C-Virus, die die Entwicklung gezielter antiviraler Wirkstoffe gegen diese Virusinfektion überhaupt erst ermöglichten.

Ein weiterer zunehmend wichtiger Teilaspekt ist die Analyse der Wirt – Pathogen-Interaktion. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier in der Untersuchung der vielfältigen Interaktionen von Hepatitis C-Virus und Dengue-Virus mit der angeborenen und erworbenen Immunantwort. Anwendung finden hierbei modernste bildgebende Verfahren sowie Methoden der Systembiologie und mathematischen Modellierung mit dem Ziel, detaillierte Aussagen über die komplexen Interaktionen zwischen Wirt und Pathogen zu erhalten.

Werdegang

  • seit 2014 Leiter Abteilung „Virus-induzierte Carcinogenese“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg
  • seit 2002 Professor für Molekulare Virologie, Medizinische Fakultät, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 2000-2002 Professor für Molekulare Virologie, Institut für Virologie, Universität Mainz
  • 1999 Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 1994-1999 Habilitand, Institut für Virologie, Universität Mainz
  • 1991-1993  Postdoktorand, Hoffmann-La Roche AG, Basel, Schweiz
  • 1990 Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Zentrum für Molekulare Biologie
  • 1981-1987 Studium der Biologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Diplom 1987)


Funktionen

  • seit 2013 Ko-Koordinator der TTU Hepatitis am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
  • seit 2010 Mitglied im Steering Committee SFB/ TRR 77 Leberkrebs
  • 2009-2015 DFG-Fachkollegiat für Virologie (204-04)
  • seit 2008 Mitglied im Steering Committee des Exzellenzclusters „CellNetworks“ Heidelberg
  • 2007-2011 Mitglied im Steering Committee der BMBF FORSYS-Initiative „ViroQuant“
  • seit 2005 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Virologie (GfV)


Projekte

  • seit 2016 Sprecher des SFB / Transregios 179 „Determinants and dynamics of elimination versus persistence of hepatitis virus infection”
  • seit 2014 Sprecher des Forschungsschwerpunkts „Infektion, Entzündung und Krebs“, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
  • 2009-2015 Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 1202 „Mechanisms of persistence of hepatotropic viruses“
  • 2005-2008 Koordinator des Forschungsschwerpunkts „Infection strategies of human pathogenic viruses“ der Landesstiftung Baden-Württemberg


Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 Hector Wissenschaftspreis
  • 2016 Lasker-DeBakey-Preis für klinisch-medizinische Forschung
  • 2015 Robert Koch-Preis
  • 2013 Lautenschläger-Forschungspreis
  • seit 2013 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2008 Behring Lecture
  • 2006 Aschoff-Medaille der Medizinischen Gesellschaft Freiburg
  • 2002-2012 Stiftungsprofessur der Chica und Heinz Schaller-Stiftung
  • 2002 William Prusoff Young Investigator Award from the International Society for Antiviral Research
  • 2001 Löffler-Frosch-Preis der Gesellschaft für Virologie
  • 2000 Robert Koch-Förderpreis der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld
  • 1991 Award for the best Ph.D. thesis from the society for molecular biological research Heidelberg

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