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Prof. Dr.

Reinhard Merkel

Wahljahr: 2010
Sektion: Wissenschaftstheorie
Stadt: Hamburg
Land: Deutschland
CV Reinhard Merkel - deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Dogmatik des Strafrechts, Rechtsphilosophische Grundlagenforschung, Rechtsethik, Recht und Ethik in der Medizin, Theorien der Gerechtigkeit

Reinhard Merkel ist Strafrechtler und Rechtsphilosoph. Er beschäftigt sich mit den rechtlichen Voraussetzungen und Folgen gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Entwicklungen. Zu den Schwerpunkten seiner Forschung gehören die Dogmatik des Strafrechts, das Medizinrecht, philosophische und völkerrechtliche Fragen von Krieg und Frieden, die Philosophie des Geistes sowie die Bio- und die Neuroethik.

Wann sind Humanitäre Interventionen gerechtfertigt? Kann es ein Recht zum Bürgerkrieg geben? Darf ein psychopathischer Gewalttäter ohne seine Zustimmung mit persönlichkeitsverändernden Medikamenten behandelt werden, wenn dadurch Morde verhindert werden können? Ist ein pränataler Bluttest für das Down-Syndrom (Trisomie 21) des Ungeborenen diskriminierend? Dürfen medizinische Therapien rationiert werden? Ist der freie Wille nur eine Illusion? Und was bedeutete das für Fragen der Schuld?

Reinhard Merkel beschäftigt sich mit diesen Fragen, ihren rechtlichen und ethischen Grundlagen und Konsequenzen. Er hat Artikel zu den Grundlagen der Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen publiziert und untersucht, vor welch ethische Herausforderungen humanoide Roboter die Gesellschaft stellen.

Er plädiert für die Forschung an Embryonen, befürwortet eine Rationierung der Medizin nach klaren Kriterien und zweifelt an der Idee eines metaphysisch freien Willens. Dennoch sieht er Menschen als verantwortlich für ihr Handeln und hält sie somit auch für schuldfähig.

Seine Überlegungen und Argumente hat er in zahlreichen Publikationen dargelegt. Darunter unter anderem die Werke: „Früheuthanasie“, „Forschungsobjekt Embryo“, „Intervening in the Brain – Changing Psyche and Society“ und „Willensfreiheit und rechtliche Schuld“.

Werdegang

  • 2000-2015 Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg
  • 1997 Habilitation an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 1993 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1988-1990 Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Feuilleton)
  • 1985-1988 Assistent am Institut für Rechtsphilosophie und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut (MPI) für Sozialrecht und Sozialpolitik (ehemals MPI für ausländisches und internationales Sozialrecht) in München
  • 1980 Zweites juristisches Staatsexamen in München
  • 1977 Erstes juristisches Staatsexamen in München
  • Studium der Rechtswissenschaft, der Philosophie und der Literaturwissenschaft in Bochum, Heidelberg und München


Funktionen

  • seit 2017 Mitglied im Beirat des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw)
  • seit 2012 Mitglied im Deutschen Ethikrat
  • seit 2008 Mitglied der transatlantischen Forschergruppe “The Hinxton Group: An International Consortium on Stem Cells, Ethics & Law“, Hinxton, UK und Baltimore, USA
  • Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung
  • Mitglied im Kriminalpolitischen Kreis (KriK)


Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2010 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2008-2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • 1991 Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik

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