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Pressemitteilung | Montag, 25. September 2000

Presseinformation 9/2000

Künstliche Hörorgane, künstliche Augen, Zahn- und Kieferimplantate - können sie bald die alters-, krankheits- oder unfallbedingten Organverluste ausgleichen?

  • Informationen dazu beim Leopoldina-Meeting "Implantate – Transplantate"
  • Termin: 13. und 14. Oktober 2000
  • Ort: Vortragsgebäude der Akademie Leopoldina, Emil-Abderhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)


Der Ersatz verloren gegangenen oder unbrauchbaren Gewebes gewinnt in der Medizin immer mehr an Bedeutung. Gerade im Kopfbereich sind die Verpflanzung von Geweben (Transplantationen) oder die Einpflanzung körperfremder Stoffe (Implantationen) unentbehrlich zur Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik geworden.

Ziel des Meetings:

Das Meeting gibt einen Überblick über den Stand und die Bedeutung von Implantaten und Transplantaten für die Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik im Kopfbereich aus der Sicht der Augenheilkunde, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Dabei wird besonders auch eine neue Behandlungsweise beleuchtet, die anstelle von Implantaten oder Transplantaten auf die biologische Neubildung von Gewebe und Strukturen abzielt. Um die rasante Entwicklung auf diesem Gebiet zu verdeutlichen, die im Laufe der vergangenen Jahre stattfand, veranstaltet die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina am 13. und 14. Oktober 2000 in Halle ein Meeting unter dem Titel "Implantate - Transplantate".

Unter Federführung der drei Akademiemitglieder Prof. Dr. Jan Helms (Würzburg), Prof. Dr. Dr. Johannes Klammt (Schwerin) und Prof. Dr. Manfred Tost (Halle/Saale) erläutern achtzehn Referenten aus der Bundesrepublik und dem europäischen Ausland die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Implantate und Transplantate. Die Beiträge zeigen, dass verschiedene Disziplinen – Materialwissenschaftler, Physiologen, Chirurgen und andere Fachärzte, Gewebehersteller und Molekularbiologen – interdisziplinär zusammenarbeiten, damit für betroffene Patienten eine zufriedenstellende Lebensqualität erreicht werden kann.

Publikation der Inhalte: Die Beiträge dieses Meetings werden in der Buchreihe "Nova Acta Leopoldina" publiziert.

Zur Akademie Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Sie trägt durch die Jahresversammlungen, fachspezifische Meetings und Symposien, monatliche Vortragssitzungen und die vielfältigen persönlichen Kontakte der Mitglieder "zum Wohle des Menschen und der Natur" bei. Ihr gehören derzeit 988 Mitglieder in aller Welt an. Zwei Drittel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Drittel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben.

Die Leopoldina wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geleitet. Präsident der Leopoldina ist seit 1990 der Biologe Prof. Dr. Benno Parthier (Halle/Saale). Vizepräsidenten sind derzeit der Psychologe Prof. Dr. Paul Baltes (Berlin), der Chemiker Prof. Dr. Gunter Fischer (Halle/Saale), der Virologe Prof. Dr. Volker ter Meulen (Würzburg) und der Chemiker Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (München). Letzterer ist zugleich Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn. Die laufenden Geschäfte der Leopoldina führt eine Generalsekretärin, die Neurobiologin Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug.

KONTAKT

Leopoldina

Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Fax 0345 - 472 39 - 809
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