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Westbalkan-Prozess – 3. Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

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Konferenz der nationalen Stakeholder der Bildungs- und Wissenschaftssysteme im Rahmen des Westbalkan-Prozesses

Datum: Mittwoch, 14. bis Freitag, 16. Juni 2017
Ort: Institut de France – Fondation Simone et Cino del Duca 10 Rue Alfred de Vigny, 75008 Paris, Frankreich

Ideen in Taten umsetzen: Wachstum, Konvergenz und Zusammenarbeit in Südosteuropa erfordern zukunftsweisende Investitionen in den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie in Hochschulbildung, Forschung und Entwicklung.

Die 3. Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-Prozesses wurde gemeinsam von der französischen Académie des sciences – Institut de France und der Leopoldina organisiert. Dabei wurden sie freundlicherweise unterstützt von der Deutschen und der Italienischen Botschaft in Paris sowie von der Plattform PERFORM (von der Schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert).

Die Konferenz brachte Nationalakademien, Rektorenkonferenzen, Forschungsorganisationen sowie herausragende Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager aus den 13 am Westbalkan-Prozess beteiligten Ländern zusammen. Das Programm beinhaltete auch ein Briefing der in Paris ansässigen Botschaften sowie eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertretern der Europäischen Kommission und der französischen und italienischen Regierungen.

Aufbauend auf den Fortschritten der vergangenen drei Jahre, widmete sich die Konferenz zwei wesentlichen Themen:

1. Investitionen in den wissenschaftlichen Nachwuchs: Vorschlag für ein Förderwerk
In der Schlusserklärung des Pariser Westbalkan-Gipfeltreffens (2016) formulierten die Staats- und Regierungschefs eine Forderung an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz: „bis Sommer 2017 [sollen] Vorschläge für einen Fördermechanismus für exzellente Nachwuchswissenschaftler vom Balkan erarbeitet werden, welcher es ihnen erlaubt, Erfahrung im Ausland zu gewinnen und ihre eigenen Exzellenzlaboratorien zu gründen“ (Übersetzung aus dem Original auf Englisch).

Demzufolge erzielte die Konferenz einen breiten Konsens über den formellen Vorschlag für die Einrichtung einer Western Balkans Research Foundation in Triest, Italien. Der Vorschlag baut auf einem Konzept, das von einer internationalen Expertengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Donald B. Dingwell ML (Ludwig-Maximilians-Universität München, ehem. Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates) erarbeitet wurde.

2. Bildung und Innovation für Arbeitsplätze und Wachstum
Die Konferenz umriss auch erste Empfehlungen für eine bessere Verbindung zwischen Bildung, arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen, Innovationen und der Schaffung von Arbeitsplätzen mit dem Ziel eines intelligenten Wachstums auf dem Balkan. Ein derartiges Wachstum bedeutet die wissens- und technologiebasierte Schaffung von Arbeitsplätzen mit höherer Produktivität und in Bereichen mit Wertschöpfungssteigerung sowie eine stärkere gesellschaftliche Inklusion. Hierbei sind Themen wie curriculare Reform, Schließung von Qualifikationslücken, Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie die Schaffung von Innovationsökosystemen von Bedeutung.

Die Teilnehmer vereinbarten die Einrichtung einer Expertengruppe zur Erstellung eines Aktionsplans für Intelligentes Wachstum auf dem Balkan bis zum nächsten Westbalkan-Gipfeltreffen im Vereinigten Königreich. An der Expertengruppe werden sich Vertreter der Wissenschaftsorganisationen und Wirtschaft sowie international tätige Finanz- und Entwicklungsorganisationen beteiligen.

Die Ergebnisse wurden in einer Gemeinsamen Stellungnahme zusammengefasst. Diese floss in das Triester Westbalkan-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 12. Juli 2017 in Triest ein.

Gemeinsame Erklärung

Kontakt

Lucian Brujan
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Sprecher der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-Prozesses
Tel.: +49 (0)345 – 47 239 – 836
Fax: +49 (0)345 – 47 239 – 839
E-Mail: lucian.brujan@leopoldina.org

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