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Prof. Dr.

Brigitte Vollmar

Wahljahr: 2011
Sektion: Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie
Stadt: Rostock
Land: Deutschland
CV Brigitte Vollmar - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: experimentelle Chirurgie, Regeneration von geschädigten Organen, nachwachsende Organe (Tissue Engineering), molekulare Kleintierbildgebung

Brigitte Vollmar ist Medizinerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind experimentelle Chirurgie, regenerative Medizin, Entzündungsbiologie und neue Therapiekonzepte wie nachwachsende Organe (Tissue Engineering). Sie erforscht molekulare Mechanismen der Organschädigung und der Organreparatur, vor allem bei Leber, Pankreas und Gehirn. Außerdem beschäftigt sie sich mit molekularer Kleintierbildgebung.

Brigitte Vollmar erforscht molekulare Mechanismen von Organschädigungen und die Mechanismen, wie sich Organe regenerieren. Ihr Fokus liegt dabei auf der Leber, der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), dem Gehirn und dem kardiovaskulären und muskuloskelettalen System. Sie untersucht Prozesse, die zu chronischen Lebererkrankungen und zu Leberkrebs führen (hepatozelluläres Karzinom, HCC). Von besonderem Interesse sind dabei Gewebeentzündungen und Zellen in der Leber (hepatische Sternzellen), die den Blutfluss kontrollieren. Sie arbeitet mit Mausmodellen, die sie mit Bildgebungsverfahren (MRT, PET-CT) analysiert. Ziel ihrer Forschung sind neue, nichtinvasive Therapien gegen chronische Lebererkrankungen und neue Behandlungsansätze, die die Entstehung von Leberkrebs verhindern.

Bei der Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) stehen Mechanismen der Selbstheilung im Vordergrund. In den meisten Fällen regeneriert sich die Bauchspeicheldrüse selbst. 15-20 Prozent der Patienten entwickeln jedoch eine schwere Pankreatitis, die tödlich verlaufen kann. Brigitte Vollmar sucht und analysiert Faktoren, die den Verlauf der Pankreatitis beeinflussen. In einem weiteren Schwerpunkt erforscht sie den Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom (Adipositas, erhöhter Blutdruck, Diabetes) und dem Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Sie geht der Frage nach, ob ein gesteigerter Fettabbau (Lipolyse) das Risiko einer Alzheimererkrankung verringern kann.

Mit Arbeitsgruppen entwickelt Brigitte Vollmar Mikroimplantate, die lokal und kontrolliert Wirkstoffe freisetzen (Local Drug Delivery). Daraus entstehen innovative Medizinprodukte, die vor allem in modernen Stent-Technologien und Gefäßprothesen zum Einsatz kommen. Sie erforscht die Regeneration von Knochendefekten im Kleintier- und Großtiermodell und sucht biologischen Ersatz für kranke Organe (Tissue Engineering). So arbeitet sie mit ihrem Team an einer künstlichen Lunge, die mit bestimmten Zellen (Endothelzellen) besiedelt und dann implantiert wird. Außerdem beschäftigt sie sich mit den Grundlagen von Tierversuchen in der Forschung, vor allem mit Techniken der Kleintierbildgebung (Kleintier-MRT, -CT, PET/CT). Sie berät Forscher bei der Durchführung solcher Versuche und achtet auf tierschutzgerechte Haltung und Pflege der Tiere. Zudem engagiert sie sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs und eine intensive praktische Ausbildung.

Werdegang

  • 2013 Ruf auf eine Professur für Laboratory Animal Research mit Leitung des Department of Biomedical Research an der Medizinischen Universität Wien, Österreich (abgelehnt)
  • 2005 Ruf auf eine W2-Professur für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg (abgelehnt)
  • seit 2002 Direktorin des Rudolf Zenker-Instituts für Experimentelle Chirurgie und der Serviceeinrichtungen Zentrale Versuchstierhaltung und Multimodale Kleintierbildgebung, Medizinische Fakultät, Universität Rostock
  • 2002 Ruf auf eine C3-Professur für Experimentelle Chirurgie, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg (abgelehnt)
  • 2000 Apl. Professorin für Experimentelle Chirurgie, Medizinische Fakultät, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
  • 1998-1999 Forschungsaufenthalt als Heisenberg-Stipendiatin, Center of Blood Research, Surgical Research Laboratories, Harvard Medical School, Boston, USA
  • 1996-2002 Stellvertreterin des Direktors, Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
  • 1996 Ruf auf eine C3-Professur für Chirurgische Forschung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (abgelehnt)
  • 1996 C2-Oberassistentin, Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
  • 1996 Habilitation, Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie, Medizinische Fakultät, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
  • 1994-1996 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
  • 1991-1994 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1991 Promotion zur Dr. med., Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1990-1991 Stipendiatin der Dr. Johannes Heidenhain-Stiftung, Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1990 Forschungsaufenthalt am Department of Anesthesiology, College of Medicine, University of Arizona, Tucson, USA
  • 1990 Approbation
  • 1988-1990 Ärztin im Praktikum, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Klinikum Innenstadt, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1982-1988 Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1981-1982 Studium der Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg

 

Projekte

  • seit 2014 DFG-Projekt „Fgf21 – ein Schlüsselfaktor der hepatischen neuronalen Kommunikation“
  • 2010-2014 DFG-Projekt „Gezielte antifibrotische Gentherapie - Stammzellpotential von hepatischen Sternzellen“
  • 2009-2015 DFG-Projekt „Relevanz von Protein Z bei septischer Koagulopathie und Entzündung“
  • 2006-2015 DFG-Projekt „Mechanismen der protektiven Wirkung von Darbepoetin bei biliärer Fibrose“
  • 2003-2009 DFG-Projekt „Repin1 und Resolvine – Provokation und Resolution der ‚stillen und sterilen‘ Inflammation (Inflammasom) im Rahmen der Progression chronischer Lebererkrankungen zum HCC“
  • Projekt des Europäischen Sozialfonds „Optimierung von Stammzellen für den therapeutischen Einsatz durch Modulation mittels miRNA“
  • REMEDIS-Verbundprojekt, Teilprojekt C1 „In-vivo-Imaging ophtalmologischer Implantat- und Drainagesysteme“, Teilprojekt C2 „In-vivo-Untersuchung der differentiellen Gefäßantwort auf Drug-Eluting Multi-Mode Stents“
  • BMBF Verbundprojekt „Zelltherapeutische Ansätze in Modellen der biliären Fibrose“ Teilprojekt 4 „Revertierung der Fibrose durch zellbasierte Therapieverfahren und lokale Präkonditionierung mit Erythropoietin“

 

Funktionen

  • seit 2016 Obperson der Sektion 17 – Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie und Senatorin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2015 Vorsitzende der Sektion Chirurgische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • seit 2015 Vorsitzende des Lehrstuhlkonvents Chirurgische Forschung
  • seit 2014 Präsidentin des Konzils der Universität Rostock
  • seit 2014 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der International Graduate School of Neuroscience der Ruhr-Universität Bochum
  • seit 2013 Mitglied der DFG-Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung
  • seit 2013 Mitglied des Aufsichtsrats des Studienzentrums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC)
  • seit 2012 Editor-in-Chief, European Surgical Research
  • seit 2010 Mitglied des Senats- und Bewilligungsausschusses für Graduiertenkollegs der DFG
  • 2010-2013 Mitglied des Exploratory Research Board der International AO Foundation
  • 2008-2010 Fachkollegiatin der DFG, Interdisziplinäre Sektion Medizintechnik
  • 2008-2010 Fachkollegiatin der DFG, Fachkollegium Medizin, Gefäß- und Viszeralchirurgie, Sektion Entzündung
  • seit 2008 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer
  • 2007-2009 Präsidentin der European Society for Surgical Research
  • 2006-2010 Mitglied des Award Committee der European Society for Microcirculation
  • 2004-2005 Vizepräsidentin der European Society for Surgical Research
  • 2005 Vorsitzende der Gesellschaft für Mikrozirkulation und vaskuläre Biologie
  • 2004-2006 Prodekanin für Forschung und Wissenschaftsentwicklung, Medizinische Fakultät, Universität Rostock
  • seit 2003 Mitglied des Fakultätsrats, Medizinische Fakultät, Universität Rostock
  • seit 2002 Mitglied der Forschungskommission, Medizinische Fakultät, Universität Rostock
  • 2001-2002 Stellvertretende Vorsitzende des Fachbeirats des Vereins der Freunde und Förderer der Universitätskliniken Homburg
  • seit 2000 Mitglied des Forums-Beirats der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • 2000-2005 Kassenprüferin der European Society for Surgical Research
  • 1998-2012 Schatzmeisterin der Sektion Chirurgische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • 1997-2005 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Mikrozirkulation und vaskuläre Biologie
  • seit 1996 Mitglied des erweiterten Vorstands der Sektion Chirurgische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • Mitglied in Editorial Boards von: European Surgical Research, British Journal of Surgery, Der Chirurg, Digestive Surgery, International Journal of Surgical Research, ISRN Vascular Medicine, Langenbeck’s Archives of Surgery, World Journal of Gastrointestinal Pathophysiology

 

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2011 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2011 Franz Kuhn-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
  • 2008 Walter Brendel Award, European Society for Surgical Research
  • 2007 Hans-Jürgen Bretschneider-Preis, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
  • 2005 Ferdinand Sauerbruch-Forschungspreis, Vereinigung der Chirurgen Berlins und Brandenburgs
  • 2000 Förderpreis des Vereins der Freunde der Universitätskliniken Homburg e. V.
  • 1999 Calogero-Pagliarello-Forschungspreis, Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
  • 1998-2002 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1996 Lucie Bolte-Förderpreis
  • 1996 Heinz Kalk-Gedächtnispreis des Heinz Kalk-Krankenhauses, Bad Kissingen
  • 1994 Rudolf Thauer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
  • 1994 Otto Goetze-Preis der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen

 

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