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Prof. Dr.

Dieter Langewiesche

Wahljahr: 2010
Sektion: Kulturwissenschaften
Stadt: Tübingen
Land: Deutschland
CV Dieter Langewiesche - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Nationalismus, Liberalismus, Arbeiterkultur, Bürgertum, Kriege

Dieter Langewiesche ist ein deutscher Historiker. Er zählt zu den führenden Experten für die Geschichte des Nationalismus und Liberalismus. Langewiesche erforschte ein umfassendes Spektrum der Mittleren und Neueren Geschichte. Dazu zählten die Geschichte des Liberalismus, des Parlamentarismus und der politischen Parteien, die Geschichte der Arbeiterkultur und des Bürgertums, die europäische Revolution 1848/49, die Geschichte von Nation, Nationalisierung und Nationalstaat in Europa, die Geschichte des Krieges, die Geschichte der Universitäten sowie die Geschichte der Geschichtsschreibung.

Langewiesche gelang es, zahlreiche wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, die aufgrund ihrer hohen Relevanz und Aktualität hochgeschätzt werden. So vertritt Langewiesche die These, dass Nationalismus in allen Phasen nationaler Bewegungen zugleich Partizipation und Aggression beinhaltet. Er hält Fremdenfeindlichkeit und Kriege für integrale Bestandteile der Nationsbildung.

Langewiesche veröffentlichte Studien zu den Revolutionen von 1848 und zu den Entwicklungen, aus denen im 19. und 20. Jahrhundert Nationalstaaten hervorgingen. Zu Nation, Nationalismus und Nationalstaat lieferte Langewiesche wichtige Einzelbeiträge, die 2008 in gesammelter Form erschienen sind. 2019 erschien sein opus magnum, das eine Globalgeschichte der Kriege europäischer Staaten seit dem 18. Jahrhundert bietet. Es führt den Krieg als Gestaltungskraft in der Entwicklung von Nationen und Nationalstaaten, Revolutionen, Kolonialismus und Dekolonisierung vor Augen.

Werdegang

  • seit 2008 Professor emeritus
  • 1985-2008 Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 1997-2000 Prorektor, Universität Erfurt
  • 1978-1985 Professur für neuere Geschichte, Universität Hamburg
  • 1978 Habilitation, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • 1973 Promotion über Liberalismus und Demokratie in Württemberg zwischen Revolution und Reichsgründung
  • 1971-1978 Wissenschaftlicher Assistent bei Eberhard Kolb, Lehrstuhl für neuere Geschichte, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • 1966-1971 Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Funktionen

  • 2000-2006 Mitglied, Universitätsrat der Eberhard Karls Universität Tübingen und im Kuratorium der Universität Erfurt
  • 1997-2000 Mitglied, Gründungsrektorat der Universität Erfurt
  • 1999-2001 Mitglied, Expertenrat für Hochschulen und Fachhochschulen Nordrhein-Westfalen
  • 1996-2000 Vorsitzender, Fachausschuss Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1996-2006 Vorsitz, Wissenschaftlicher Beirat, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus
  • 1993-1995 Mitglied, Wissenschaftsrat
  • 1992-2000 Mitglied, Fachausschuss Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Projekte

  • 1998-2008 Gründungsmitglied und Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „SFB 437: Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2019 Ludwig-Uhland-Preis
  • 2013 Verdienstkreuz am Bande, Bundesrepublik Deutschland
  • 2010 Honorary Fellow des Historischen Kollegs München
  • seit 2010 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2009 Ehrenpromotion durch die Universität Erfurt
  • 2001 Erwin-Stein-Preis, Erwin-Stein-Stiftung (zusammen mit Wolfgang Schluchter)
  • seit 1998 Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
  • 1998-2010 Ordentliches Mitglied der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 1997 Preis für die Förderung von Wissenschaftlerinnen und Studentinnen durch die Universität Tübingen
  • seit 1997 Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • seit 1996 Mitglied der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien
  • 1996 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1994-1995 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • 1991 Visiting Professor am Europäischen Hochschulinstitut Florenz
  • seit 1990 Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
  • 1974 Wolf-Erich-Kellner-Preis für die Dissertation

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