Die Vorträge der Jahresversammlung spannen einen Bogen von technikwissenschaftlichen Themen wie automatisiertes Fahren (Christoph Stiller, Karlsruhe) bis hin zu sozialwissenschaftlichen Fragen nach der Autonomie menschlicher Entscheidung (Ralph Hertwig, Berlin). Die Fachleute diskutieren darüber, dass der Wunsch nach Autonomie Demokratien zerstören kann (Philipp Lepenies, Berlin), über die Perspektive der Grund- und Freiheitsrechte (Susanne Baer, Berlin) sowie über Autonomie, Recht und globale Märkte (Ottmar Edenhofer, Potsdam).
Die wissenschaftliche Koordination der Jahresversammlung 2026 haben die Leopoldina-Mitglieder Alexandra Freund, Bernhard Hommel und Wilhelm Hofmann aus der Sektion Psychologie und Kognitionswissenschaften übernommen.
Zur Eröffnung am Donnerstag spricht die Philosophin Beate Rössler (Amsterdam/Niederlande) im Festvortrag über „Autonomie in der digitalen Gesellschaft“. Den Abendvortrag, ebenfalls am Donnerstag, hält die Automationspsychologin Linda Onnasch (Berlin) über „Automation, Autonomie, KI? Wie wir technische Systeme wahrnehmen und mit ihnen interagieren“.
Im Rahmen der Jahresversammlung vergeben die Commerzbank-Stiftung und die Leopoldina gemeinsam den Preis „ZukunftsWissen“. Der Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen.