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Der Darm als regulierende Barriere – ein Konflikt zwischen Toleranz und Abwehr aus der Perspektive chronisch entzündlicher Darmerkrankungen

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Urkundenübergabe und Vorlesung der Klasse III - Medizin

Datum: Mittwoch, 11. Juli 2018
Uhrzeit: 17:30 bis 19:30
Ort: Vortragssaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Der Gastrointestinaltrakt, und hier insbesondere der Dünn- und Dickdarm, stellen die größte Oberfläche im Körper des Menschen dar. Das Ende des Dünndarms und der Dickdarm sind mit zahlreichen Bakterien, Pilzen, Viren und Nahrungsmittelbestandteilen besiedelt, ohne, dass diese eine Entzündungsreaktion auszulösen – der gesunde Mensch ist also gegenüber diesen „Bewohnern“ des Darms tolerant. Diese  Toleranz ist bei Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen aufgehoben. Es kommt zur Entzündung, die sich durch Symptome wie Diarrhö, Schmerzen und Abgeschlagenheit bemerkbar macht. Die Mechanismen, die zum Verlust dieser Toleranz beitragen sind vielfältig: (1) eine veränderte Zusammensetzung der „Darmbewohner“, der sogenannten Mikrobiota, (2) eine gestörte Barrierefunktion des Darmepithels oder aber (3) eine Fehlregulation des Immunsystems der Darmwand. Der Vortrag zeigt Beispiele für diese drei Bereiche und Konsequenzen für Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

Prof. Dr. Britta Siegmund ML
Britta Siegmund studierte Medizin an der Ludwig- Maximilians-Universität München sowie der Harvard Medical School, Boston. Über Zwischenstationen in München und Denver (USA), kam sie 2002 nach Berlin und wurde 2003 Nachwuchsgruppenleiterin einer Emmy-Noether Gruppe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. 2012 erhielt sie eine Heisenberg-Professur für „Translationale Gastroenterologie – chronisch-entzündliche Darmerkrankungen“. Seit 2013 ist sie Direktorin der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie, Rheumatologie am Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Im Fokus ihrer klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten steht das bessere Verständnis der Entstehung und der molekularen Mechanismen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie untersucht, welche Faktoren zur Fehlregulation des Immunsystems des Darms beitragen und wie diese therapeutisch genutzt werden können.

Programm

17:30 – 18:30 Uhr | Übergabe der Urkunden
Laudationes für die neuen Mitglieder
Prof. Dr. Jörg Hacker ML, Präsident der Leopoldina

18:30 – 19:30 Uhr | Leopoldina-Vorlesung
„Der Darm als regulierende Barriere – ein Konflikt zwischen Toleranz und Abwehr aus der Perspektive chronisch entzündlicher Darmerkrankungen“
Prof. Dr. Britta Siegmund ML, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

*ML - Mitglied der Leopoldina

Foto: Prof. Dr. Britta Siegmund/Charité

Weitere Informationen und Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Personen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis zum 9. Juli 2018 wird gebeten.

Anmeldung

Kontakt

Lena Diekmann
Assistentin der Abteilung Wissenschaft - Politik - Gesellschaft
Tel.: 0345 - 47 239 - 870
E-Mail: lena.diekmann@leopoldina.org

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E-Mail leopoldina @leopoldina.org