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Nachricht | Mittwoch, 4. November 2020

Akademiepräsidenten sprechen über wissenschaftsbasierte Politikberatung in Krisenzeiten

Akademiepräsidenten sprechen über wissenschaftsbasierte Politikberatung in Krisenzeiten

Christoph Markschies (links) und Gerald Haug (rechts). Foto links: BBAW / Pablo Castagnola 2020

Welche Bedeutung hat die wissenschaftsbasierte Politikberatung in der Corona-Krise? Und welche Rolle spielen dabei die Wissenschaftsakademien? Über diese und weitere Fragen diskutieren Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), und Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, am Dienstag, 10. November um 19 Uhr. Die Veranstaltung wird online übertragen.

Seit März hat die Leopoldina sechs Ad-hoc-Stellungnahmen zur Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet sie unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik.

Die BBAW organisiert die Veranstaltungsreihe Corona-Gespräche, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst und Politik über drängende Fragen zur Coronavirus-Pandemie zu sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung mit den Akademiepräsidenten Christoph Markschies und Gerald Haug von der Journalistin Bettina Mittelstraß. Den Link zum Livestream finden Sie hier: www.bbaw.de/live

Christoph Markschies ist evangelischer Theologe und Historiker. Markschies studierte Evangelische Theologie, Klassische Philologie und Philosophie in Marburg, Jerusalem, München und Tübingen, wurde 1991 in Tübingen promoviert und hat sich dort 1994 habilitiert. Er hatte Professuren für Kirchen- und Theologiegeschichte des antiken Christentums in Jena (1994-2000) und Heidelberg (2000-2004) inne und folgte 2004 dem Ruf auf den Lehrstuhl für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Präsident er von 2006 bis 2010 war. Markschies wurde 2001 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. 2017 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seit Oktober 2020 ist Markschies Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Gerald Haug ist Paläoklimatologe. Haug studierte Geologie in Karlsruhe. Für seine Promotion wechselte er an die Universität Kiel, wo ihm 1995 der Doktortitel verliehen wurde. Danach arbeitete er als Postdoktorand an der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) und an der Woods Hole Oceanographic Institution (USA). 1998 forschte er zwei Jahre lang als Research Assistant Professor an der University of Southern California in Los Angeles (USA). Anfang 2000 kam er als Oberassistent an die ETH Zürich (Schweiz), wo er sich im Jahr 2002 habilitierte. Im Jahr 2003 übernahm er die Stelle eines Sektionsleiters am GeoForschungsZentrum in Potsdam und wurde zum Professor an der Universität Potsdam ernannt. 2007 wurde er als ordentlicher Professor an die ETH Zürich berufen. Seit 2015 ist er Direktor der Abteilung Klimageochemie am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Haug wurde 2007 mit den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. Seit Februar 2020 ist Haug Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 

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