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Nachricht | Mittwoch, 05. September 2018

Robotik und Künstliche-Intelligenz-Forschung

Deutsch-französisches Symposium in Paris

Robotik und Künstliche-Intelligenz-Forschung

Foto: jim - Fotolia.com

In der heutigen Zeit gibt es zwar Computer, die sich mit Menschen in Spielen wie Schach und Go messen können oder in der Lage sind, eine einzelne Person in einem Bild einer Menschenmenge zu identifizieren. Einfache Aufgaben des täglichen Lebens wie das Öffnen einer Weinflasche jedoch können sie nicht ausführen. In einem gemeinsamen Symposium der französischen Académie des sciences und der Leopoldina wird heute in Paris diskutiert, wie die jüngsten Trends in der Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI-Forschung) die historischen Verbindungen zwischen Robotik und KI-Forschung stärken können.

Roboter sind bewegliche Maschinen, die der Schwerkraft ausgesetzt sind und so unserer physischen Welt gegenüberstehen. Die Robotik erforscht die rechnerischen Grundlagen von Bewegung. Ihr Ziel ist es, Maschinen mit einer Bewegungsintelligenz auszustatten. Entwicklungen der Robotik und der Künstlichen Intelligenz bahnen sich rasch ihren Weg von den Forschungslaboren in die reale Welt und haben große Auswirkungen auf die Gesellschaft. Neben den klassischen Anwendungen zur Entscheidungsfindung und Argumentation verzeichnet die Künstliche Intelligenz derzeit beeindruckende Fortschritte in datenwissenschaftlich orientierten Anwendungen, zum Beispiel in Bereichen wie der Bildverarbeitung, Sprache und Medizin.

In seinem Bericht über KI-Forschung vertritt der französische Mathematiker und Fields-Medaillen-Gewinner Cédric Villani die Auffassung, dass Robotik und KI-Forschung zwar in der kollektiven Vorstellung zusammengehören, beide Bereiche jedoch noch nicht völlig zusammengewachsen sind. Laut Villani liegen viele Robotik-Anwendungen nicht innerhalb der Zuständigkeit der KI-Forschung und umgekehrt. Die Überschneidungszone beider Themen eröffnet ein neues Forschungsgebiet.

Frankreich und Deutschland haben sowohl in der KI-Forschung als auch in der Robotik eine führende Rolle in Europa. Ziel des gemeinsamen Symposiums von Académie des sciences und Leopoldina ist es, die bestehende Zusammenarbeit zu stärken, indem führende Forscher beider Länder zusammenkommen und so der Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen und Vertretern öffentlicher Institutionen und Agenturen aufgenommen werden kann.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0345 - 472 39 - 800
Fax 0345 - 472 39 - 809
E-Mail caroline.wichmann @leopoldina.org

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