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Nachricht | Mittwoch, 19. September 2018

Ozeane, Kryosphäre und Mensch: Was uns die fremde Natur bedeutet

Abendvortrag von Prof. Dr. Antje Boetius im Rahmen der Leopoldina-Jahresversammlung 2018

Ozeane, Kryosphäre und Mensch: Was uns die fremde Natur bedeutet

Ozeane und Kryosphäre umfassen den größten Teil der Erdoberfläche und haben wichtige Funktionen für die Bewohnbarkeit des Planeten. Sie beherbergen aber auch eine Vielfalt von Leben, die weit über die Artenvielfalt an Land hinausgeht und von der bislang kaum etwas bekannt ist. Die Meeresforscherin und Communicator-Preisträgerin Antje Boetius wird in einem Abendvortrag im Rahmen der Leopoldina-Jahresversammlung 2018 Ökosysteme der Tiefsee vorstellen und Konzepte für deren Schutz diskutieren. Der Vortrag wird im Livestream übertragen.

Die Weltmeere und die Eismassen auf der Erde enthalten die größten und größtenteils unbekannten genetischen Ressourcen der Erde. Polar- und Tiefseeökosysteme sind jedoch schwer zugänglich: Sie sind weit entfernt von Land, und die physikalischen Bedingungen sind extrem mit Temperaturen am oder unter dem Gefrierpunkt, Dunkelheit und hohem Wasserdruck. Dies begrenzt die Möglichkeiten für die wissenschaftliche Erkenntnis über die Entwicklung, Verbreitung, Dynamik und Funktionsweise von Polar- und Ozeansystemen. Darum fehlen ökologische Bestandsaufnahmen, um die menschlichen Auswirkungen auf diese Lebensräume wissenschaftlich zu messen und zu bewerten.

Antje Boetius wird neueste Beobachtungen zur Veränderung der Ökosysteme in der Tiefsee und den Polarregionen vorstellen und erläutern, wie die unbekannte Natur nachhaltig geschützt werden kann.

Die Meeresforscherin und Mikrobiologin Antje Boetius ist Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven und seit 2009 Mitglied der Leopoldina. Sie erforscht Mikroorganismen, die Teile des Meeresbodens besiedeln und großen Einfluss auf das globale Klima haben. Für ihre Forschungen und für ihr Engagement in der öffentlichen Vermittlung von Wissenschaft wurde sie zuletzt 2018 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

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